Neue Jugendstudie 2004: Protest ist "out", Karriere ist "in".

Totaler Wertewandel in Österreichs Jugend: Mehrheit ist heute "wertkonservativ & angepasst"

Wien (OTS) - Einer in der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS veröffentlichten Jugendstudie der Marketing-Agentur "T-Factory" zufolge haben Österreichs Jugendliche "Null Bock" auf Politik, Protest und soziale Themen. Die ehemals tradierten Werte der Jugend sind demnach "out", der heimische Nachwuchs zählt 2004 auf Begriffe wie Karriere, Job und Familie, letzteres allerdings nur im Sinne von modernen, losen Partnerschaften.

Die Befragung von repräsentativen Jugendlichen im Alter von 11 bis 29 Jahren zeigt einen totalen Wertewandel. Untersuchungsleiter Michael Schaefberger: "In den 80-ern dominierten die Revoluzzer, in den 90-ern gab es eben jene ,Null-Bock-Generation’. Nun aber wissen die Jugendlichen genau, wohin sie wollen - und wie sie ihre Ziele am besten und schnellsten erreichen können."

In konkreten Zahlen: Knapp zwei Drittel der Jugendlichen möchten in erster Linie "das Leben genießen, viel Freizeit und gute Freunde haben". Allerdings nicht ohne ans berufliche Weiterkommen zu denken:
Mehrheitlich, so die Studie, sind die Jugendliche heute "Wertkonservativ & Angepasst", weil es es für den "persönlichen Nutzen und das Vorankommen" als nützlich empfinden.

Das Bild der Jugend 2004 zeigt auch ein völlig neue Typologie: 31 Prozent zählen sich zur Szene der "Snowboarder", weitere 23 Prozent halten sich für PC-Freaks und beziehen ihre Informationen lieber aus dem Internet als aus Printmedien. Immerhin noch 22 Prozent besuchen regelmäßig das Fitnesscenter. Die ehemals klassische Szene der "Ökos und Punks" ist mit 13 Prozent längst in der Minderheit.

Die Werteveränderung zeigt sich übrigens auch im Konsumverhalten:
An erster Stelle beim Geldausgeben steht das "Ausgehen" (40,2 %), für "Kleidung & Accessoires" wird immerhin noch 33 Prozent des Budgets veranschlagt. Studienleiter Schaefberger: "Diese Tendenz des neuen Biedermeier wird sich verstärken. Die politischen Parteien müssen sich dringend etwas überlegen, um auch weiterhin interessant zu bleiben."

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