Siemens-Dealmacher Kovats in NEWS: "Nie wieder ÖIAG"

VA-Tech-Verkäufer attackiert im NEWS-Interview Finanzminister Grasser und seine ÖIAG-Manager: "ÖIAG-Vorstand ist willenlos: Politik zieht noch immer die Fäden."

Wien (OTS) - In einem Interview für die morgen erscheinende
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS übt der Industrielle Mirko Kovats, der durch den Verkauf seines 17prozentigen VA-Tech-Paketes die Übernahme durch Siemens möglich gemacht hat, heftige Kritik an der Staatsholding ÖIAG. "Ich will sicher in kein Unternehmen mehr investieren, in dem die ÖIAG Anteile hält", erklärt Kovats in NEWS. "Ich kann jedem Investor nur abraten, sich auf dieses Spielfeld der Manipulation und des politischen Einflusses zu begeben, wenn man auf sein Investment Geld verdienen will", so der Industrielle.

Die Bereitschaft der ÖIAG, bei der ursprünglich geplanten Kapitalerhöhung der VA Tech mitzuziehen, gibt Kovats in NEWS als ausschlaggebenden Grund für den Verkauf seines VA-Tech-Paketes an. " Ich habe keine Bereitschaft ein jahrelanges Jointventure mit der Republik Österreich einzugehen, die sich nun mal als Unternehmer nicht besonders auszeichnet. Dazu kommt im VA-Tech-Aufsichtsrat ein ÖIAG-Vorstand, der willenlos ein weisungsgebundener Erfüllungsgehilfe seines Gesellschafters ist", kritisiert der Industrielle wörtlich.

Die beiden ÖIAG-Vorstände Peter Michaelis und Rainer Wieltsch bezeichnet Kovats im NEWS-Gespräch als "willenlose Erfüllungsgehilfen" und als die "trotz Aktiengesetz zweifellos weisungsgebundensten Vorstände einer Aktiengesellschaft, die es in Österreich gibt". Die Fäden in der ÖIAG zieht Kovats´ Meinung nach die Republik als Gesellschafter und "damit die Politik, die von Wahl zu Wahl entscheidet". Für die persönlichen Motive der ÖIAG-Vorstände zeigt Kovats durchaus Verständnis: "Für 700.000 Euro im Jahr als letzten Job im Leben, wenn ich noch nie so einen Job hatte, täte ich das auch", so der Investor in NEWS.

Kovats bestätigt im NEWS-Interview, parallel mit Siemens und General Electric Gespräche über den Verkauf seines VA-Tech-Paketes geführt zu haben. Den Ausschlag für Siemens begründet er damit, dass Siemens unter anderem schneller entschieden habe als General Electric. Bei der VA Tech werde unter dem neuen Eigentümer Siemens "sicher kein Stein auf dem anderen bleiben", meint Kovats. "Siemens kann sich eine derart laufende Vermögensvernichtung, wie sie bis dato geschah, nicht leisten", analysiert der Investor im NEWS-Interview.

Gleichzeitig kündigt Kovats in NEWS an, die lukrierten Gewinne aus seinem VA-Tech-Engagement von rund 70 Millionen Euro wieder investieren zu wollen. "Mit meinen Partnern Ronny Pecik und Christian Schmidt wollen wird unsere A-Tec-Gruppe weiter durch Aquisitionen ausbauen", so Kovats in NEWS. Schon im kommenden Jahr werde "einiges passieren". Gerüchte, wonach er Interesse an der börsennotierten RHI AG habe, wollte Kovats nicht dementieren. "Kein Kommentar", antwortete er auf die NEWS-Frage nach einem möglichen RHI-Engagement.

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