Goldene Ehrenmedaille für Franz Antel

Wien (OTS) - Bürgermeister Dr. Michael Häupl überreichte heute, Mittwoch, Franz Antel die "Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold". Franz Antel habe mit seinen Filmen die Freude am Leben weitergegeben, so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny in seiner Begrüßung. Zahlreiche Gäste aus Kunst und Politik waren bei der Feierstunde anwesend, darunter Intendant Adi Hirschal, KS Harald Serafin, Mozart-Intendant Peter Marboe, Senta Wengraf, Karl Merkatz, Caroline Vasicek und Birgit Sarata.****

Zwei Freunde und Weggefährten, Peter Rapp und Bgm. a. d. Helmut Zilk, "teilten" sich die Laudatio auf den Großmeister der Unterhaltung. Peter Rapp brach eine Lanze für die Kunst der Unterhaltung: Leichte Unterhaltung werde nicht immer geachtet; die Liebe des Publikums sei die Achtung, die Franz Antel entgegengebracht werde. Helmut Zilk: "Es gibt nichts Schwierigeres, als Unterhaltung zu machen. Franz Antel ist ein Meister der Unterhaltung".

Franz Antel bedankte sich bei der Stadt Wien, die ihm bei der Realisierung der Bockerer-Filme geholfen habe.

Biographie Franz Antel

Franz Antel wurde 1913 in Wien geboren. Er besuchte 1931/32 die Filmakademie. Von 1931 bis 1936 war er Kameraassistent und Produktionsleiter. Sein erster Film als Produktionsleiter war "Unsterbliche Melodie" mit Leo Slezak. In dieser Zeit drehte er auch seinen ersten eigenen Kurztonfilm "Vagabunden", ein Sportlustspiel (1933). Seinen ersten großen Erfolg feierte Franz Antel mit "Hallo Dienstmann" im Jahr 1952. Dieser Streifen mit Paul Hörbiger und Hans Moser als hervorragendes Duo wurde zu einem Klassiker der österreichischen Filmkomödie. Der Nostalgie verpflichtet waren "Kaisermanöver" (1954) und "Der Kongreß tanzt" (1955). Ganz überraschend drehte Antel 1955 den Film "Spionage" mit Ewald Balser als Oberst Redl und Oskar Werner als dessen Freund. Der kühle Realismus dieses Streifens unterschied sich wesentlich von anderen Filmen Antels. Weitere Filmerfolge: "Roter Mohn", "... und du mein Schatz bleibst hier" (1961), "Die große Kür" (1964), "Außer Rand und Band am Wolfgangsee", "Casanova und Co" (mit Tony Curtis). 1981 entstand Antels künstlerisch vielleicht bedeutsamster Film "Der Bockerer" mit Karl Merkatz. Der Film erhielt auch einige internationale Auszeichnungen und besticht durch seine unaufdringliche Menschlichkeit. 1996 kam "Der Bockerer II" in die österreichischen Kinos. Inhaltlich behandelt der Streifen das Nachkriegsösterreich von 1945 bis 1955. Unter der Regie von Franz Antel entstanden auch "Der Bockerer III, Die Brücke von Andau" (2000) und "Der Bockerer IV, Der Prager Frühling" (2003). 1983 hat Franz Antel das "Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien" erhalten. Anlässlich seines 75. Geburtstages 1988 wurde er mit dem Berufstitel "Professor" ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt er zweimal die ROMY; 1997 für den erfolgreichsten österreichischen Film (Bockerer II) und 2000 für sein Lebenswerk. (Schluss) rar

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