"Modern Times Gesundheit" berechnet Rückfallswahrscheinlichkeit von Alkoholikern

Wien (OTS) - Elisabeth Vogel präsentiert "Modern Times Gesundheit" am Freitag, dem 12. November 2004, um 22.35 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Alkoholsucht - Prognose für den Entzug

330.000 Österreicher sind Alkoholiker. Obwohl in der Therapie große Fortschritte erzielt wurden, werden zwei Drittel aller Patienten nach einem Entzug wieder rückfällig. Deutschen Wissenschaftern ist es weltweit erstmals gelungen, die Rückfallwahrscheinlichkeit zu berechnen. Sie haben Patienten Bilder gezeigt, die mit Alkohol zu tun haben und gleichzeitig in einem Magnetresonanz-Tomografen die Gehirnaktivität gemessen. Je stärker ein Alkoholiker nach dem Entzug auf diese visuellen Reize reagierte, desto höher war die Gefahr, dass er wieder zu trinken begann. Nun sollen Therapien darauf abgestimmt werden.

Reizdarm - Gestörte Kommunikation zwischen Hirn und Darm?

Krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen, unregelmäßiger Stuhl - jeder fünfte Mensch hat solche Probleme mit der Verdauung. Wenn keine krankhaften Veränderungen im Darm zu finden sind, sprechen die Ärzte von einem "Reizdarm". Ursache des Leidens ist vermutlich eine Störung des Informationsaustausches zwischen Gehirn und Darm, die zu Funktionsstörungen und Überempfindlichkeit führt. Jetzt wird ein neues Medikament getestet, das die Beweglichkeit des Darms stimuliert und die Schmerzen bekämpft.

Fußoperation - Schonung durch selbst auflösende Schrauben

Winzige Schrauben aus Milchsäure eröffnen neue Möglichkeiten bei Fußoperationen. Der so genannte Hallux valgus, eine schmerzhafte Ballenbildung auf der Innenseite des Fußes, muss meist operativ korrigiert werden. Um auf möglichst schonende Art und Weise die Füße wieder schön in Form zu bringen, setzen deutsche Chirurgen jetzt auf Biomaterial. Die Milchsäure-Schrauben werden im Körper abgebaut. Viele Patienten ersparen sich so eine zweite Operation. Denn herkömmliche Metallschrauben mussten in einem zweiten Eingriff oft wieder entfernt werden.

TBC - Die vergessene Krankheit

In früheren Zeiten hat man sie als "Schwindsucht" bezeichnet, und sie fand viele, auch prominente Opfer: Die Lungentuberkulose forderte noch vor dem Ersten Weltkrieg in Österreich 20.000 Todesopfer jährlich. Heute gibt es immer noch 1.000 Neuansteckungen und rund 80 Todesfälle, weltweit aber ist TBC die zweithäufigste Todesursache durch Infektion nach Aids.
Die WHO warnt schon vor einer neuerlichen Ausbreitung auch in Europa durch multiresistente Bakterienstämme, die durch kein bekanntes Medikament behandelbar sind. Schutz bietet hier nur vorkehrende Impfung. In England ist nun ein neuer Impfstoff zugelassen worden, der bedeutend besseren Schutz bietet, besonders, wenn er mit dem bisher gängigen Impfstoff kombiniert wird. Übrigens der erste neue TBC-Impfstoff seit 80 Jahren.

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