Frais: Landtag gegen Postämter-Schließungen

Auf SP-Initiative findet in Oberösterreich Aussprache mit Post-Verantwortlichen statt

Linz (OTS) - Rechtzeitig am 07. Oktober 2004 hat die SPÖ nach ersten Signalen aus der Post AG einen Initiativantrag gegen weitere Schließungen von Postämtern im Oö. Landtag eingebracht. SP-Klubchef Frais: "Nach ersten Ausschussberatungen sind alle Parteien überein gekommen, dass Verantwortliche aus der Post AG zu einer Aussprache geladen werden sollen, um Oberösterreich vor Schaden durch die geplanten Maßnahmen der Post AG zu bewahren. Aufgrund der aktuellen Dynamik der Entwicklungen am Postsektor haben die Parteien einvernehmlich zugestimmt, dieses Gespräch möglichst rasch -spätestens Anfang Dezember - stattfinden zu lassen". Die Dringlichkeit der Aussprache geht auch daraus hervor, dass schon diesen Samstag, den 13. November 2004, im Design Center in Linz eine große Informationsveranstaltung der Post stattfindet, zu der sämtliche Post-Filialleiter Österreichs eingeladen sind.

"Wir werden die neuen Zusperrpläne nicht einfach hinnehmen und den ländlichen Raum nicht im Stich lassen. Immerhin hat die Post AG einen eindeutigen Versorgungsauftrag und hat auch bei der ersten Zusperrwelle noch erklärt, dass keine weiteren Schließungen folgen werden", betont Frais.

Entweder am 25. November 2004 oder am 02. Dezember 2004 soll das Gespräch mit den Post-Verantwortlichen und Vertretern der oberösterreichischen Landespolitik stattfinden. SP-Klubchef Frais begrüßt als Initiator diese rasche und einvernehmliche Vorgehensweise aller Fraktionen: "Die Erhaltung der Postämter im ländlichen Raum ist schließlich ein wichtiges infrastrukturelles Anliegen unseres Bundeslandes. Verhandlungen darüber dürfen nicht zu Alibiaktionen verkommen, sondern müssen rasch und konsequent zur Sicherung der Interessen Oberösterreichs geführt werden."

Der SP-Initiativantrag gegen weitere Schließungen von Postämtern fordert Maßnahmen gegen die infrastrukturelle Ausdünnung des ländlichen Raums und gegen den damit verbunden Verlust von Arbeitsplätzen und Wohnqualität ein. "Es ist keine akzeptable Lösung, dass Menschen ohne Auto kaum mehr eine Möglichkeit haben eine Postdienststelle zu erreichen", schließt der SP-Klubobmann. "Die SPÖ tritt für ein flächendeckendes Post-Netz ein, das auch den Ansprüchen einer umfassenden Nahversorgung gerecht wird".

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