Cap: "Die Geschichte Österreichs ist nicht die Geschichte der ÖVP"

SPÖ-Klubobmann kritisiert Geschichtsbild der ÖVP

Wien (SK) "Je chaotischer der Zustand in der Bundesregierung, desto launiger wird die Stimmung der Regierungsfraktionen im Hohen Haus", konstatierte der gf. SPÖ-Klubobmann Josef Cap am Mittwoch im Nationalrat. Bundeskanzler Schüssel versuche zu beruhigen, aber "die nicht erreichten Lissabon-Ziele haben absolut nichts Beruhigendes", hielt Cap fest: Die Ziele Wachstum und Beschäftigung wurden nicht erreicht. ****

"Weg mit den Schulen, weg mit der Gendarmerie, weg mit der Post", so laute die Devise der Volkspartei, sagte Cap: "Und übrig bleiben schwarze Kasteln, da die ÖVP wohl vor hat, die Republik in schwarze Kasteln aufzuteilen". Wenn Finanzminister Grasser von 30 Jahren Schuldenpolitik spreche, dann "geißle" er Bundeskanzler Schüssel gleich mit, denn Bundeskanzler Schüssel sei seit 1989 in dieser Bundesregierung tätig, betonte Cap und stellte klar, dass sich Schüssel aus der Geschichte nicht wegzählen könne. Cap zur Erinnerung: Bundeskanzler Schüssel war von 1989 bis 1995 Wirtschaftsminister, von 1995 bis 2000 Vizekanzler und Außenminister, bevor er 2000 endlich sein Ziel erreicht hatte, indem er zum Bundeskanzler aufgestiegen sei.

Das Geschichtsbild, das von der ÖVP verbreitet werde, könne die Sozialdemokratie so nicht stehen lassen, denn die Geschichte der ÖVP sei nicht die Geschichte Österreichs. "Da war zuerst Klaus, dann Schüssel, dann Schwarz-Blau, wobei Blau auch irgendwann verschwinden wird und übrig bleibt Bundeskanzler Schüssel", so Cap Richtung Schüssel. "So können wir das kommende Gedenkjahr nicht anfangen", hielt der Klubobmann fest: "Wir werden uns in die Geschichtsschreibung einbringen." (Schluss) gg

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