Erste Tierseuchenübung in Echtzeit läuft plangemäß

Seuchenteppiche und Dekontaminationsmaßnahmen bei der Vetmed

Wien (OTS) - Die erste Maul- und Klauenseucheübung in Echtzeit,
die am Montag begonnen hat, läuft plangemäß. An der Übung sind neben Wien auch die Bundesländer Steiermark, Niederösterreich und Burgenland beteiligt. Internationale Beobachter sind vor Ort dabei. Ziel der Übung mit dem Namen Picorna 04 ist die Erprobung der notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der MKS im großstädtischen Bereich.

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine akute und hoch ansteckende Tierseuche der Klauentiere (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Wildwiederkäuer u.a.), die binnen kurzer Zeit zu riesigen wirtschaftlichen Schäden in der Landwirtschaft führen kann. Der Erreger, das Picornavirus, wird durch direkten Kontakt der Tiere untereinander übertragen, aber auch indirekt durch Menschen, Gegenstände, Futter durch Luft, Staub und mit dem Wind. Infektionen beim Menschen sind möglich, verlaufen aber ungefährlich. Die MKS ist in Österreich und innerhalb der EU anzeigepflichtig.

. Der Übungsverlauf

Die Übung hat am Montag mit der Meldung des Seuchenverdachts in einem Gehöft in der Steiermark begonnen. Daraufhin wurden vorläufige Sperrmaßnahmen gesetzt und mit der Untersuchung der Tiere sowie mit der Probenentnahme in der Vetmed begonnen. Nachdem sich dieser Verdacht bestätigt hat, wurden bei einer Einsatzbesprechung aller Beteiligten am Dienstag Vormittag die notwendigen Maßnahmen eingeleitet. Neben der MA 60 - Veterinäramt der Stadt Wien nehmen unter anderen weitere MA (15, 48, 58, 68), das Rote Kreuz, die Polizei, das Bundesheer, die Veterinärmedizinische Universität sowie das zuständige Bundesministerium für Frauen und Gesundheit an der Übung teil.

Die Maßnahmen konzentrieren sich auf das Gelände der Veterinärmedizinischen Universität in Wien. Gestern hat die Feuerwehr dort Seuchtenteppiche ausgelegt und mit der Dekontamination der betroffenen Fahrzeuge, in denen infizierte Tiere transportiert wurden, begonnen. Um die ebenfalls erforderliche Entseuchung der Menschen kümmerte sich das Gesundheitsamt. Nach Bestätigung des Seuchenverdachts gab das zuständige Ministerium - wie der Plan es vorsieht - den Auftrag zur Tötung ("Keulung") aller potentiell infizierten Tiere innerhalb der Veterinärmedizinischen Universität. Diese ist mittlerweile - selbstverständlich nur virtuell - erfolgt. Die nun leeren Stallungen werden heute mit Unterstützung der Einsatzkräfte des Bundesheeres desinfiziert.

Die Übung wird heute Nachmittag beendet. Morgen Donnerstag findet eine gemeinsame Abschlussbesprechung aller beteiligten Organisationen statt.****

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