WOLFMAYR LOBT KULTURPOLITISCHE SCHWERPUNKTE DES KUNSTBUDGETS

Wien, 10. November 2004 (ÖVP-PK) Als "gutes Ergebnis für die Kunstförderung angesichts der Budgetlage" bezeichnete ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr heute, Mittwoch, im Plenum des Nationalrates die leichten Erhöhungen im Voranschlag des Kunstbudgets: für 2005 sind es insgesamt 224.500 Euro und für 2006 225.500 Euro.***

Die Erhöhung des operativen Budgets von 87 Millionen bzw. 88 Millionen Euro werde zwar zur Gänze in der notwendigen baulichen Sanierung des Bregenzer Festspielhauses aufgehen. "Aber auch das ist ein Bekenntnis des Bundes zur Förderung der Kultur in den Bundesländern. Denn selbstverständlich gehört auch die Förderung der inzwischen arrivierten und institutionalisieren Festspiele zur Kunstförderung in den Regionen. Sie hilft nicht nur Kunst und Kultur, sie hilft auch Wirtschaft und Tourismus und ist wichtig für die internationale Positionierung. Dieses Bekenntnis zur Förderung der Regionen ist ein kulturpolitischer Schwerpunkt der Arbeit von Staatssekretär Franz Morak, ebenso wie die Architekturförderung, Filmförderung oder Kooperationen mit den südost- und mitteleuropäischen Staaten, betonte die ÖVP-Kultursprecherin.

In der Folge nannte Wolfmayr zwei Positivbeispiele, "die belegen sollen, wie trotz knapper operativer Budgets gute Kulturpolitik gemacht werden kann:

- Der Künstlersozialversicherungsfonds. Dieses Modell hat sich in den drei Jahren seiner Existenz in der Praxis bewährt, es haben sich bis Ende 2003 7.156 Künstlerinnen und Künstler darum beworben, über 5.000 wurden positiv behandelt. Erstmals gibt es mit diesem Fonds ein gesetzlich organisiertes Modell zur sozialen Unterstützung von Kunstschaffenden, das nicht zu Lasten des Kunstbudgets geht, sondern ergänzend zum Kunstbudget eingerichtet wurde.

- Das Gironcolimuseum in Herberstein. Wir haben hier gelungene moderne Architektur, dem zeitgenössischen bildenden Künstler Bruno Gironcoli auf den Leib geschneidert, der Landschaft und den vorhandenen alten Baukörpern sensibel angepasst - seit der Eröffnung haben mehr als zwanzigtausend Menschen das Museum geradezu gestürmt -neue Chancen für den (internationalen) Kulturtourismus in der Steiermark! Wie, wenn nicht durch PPP-Maßnahmen, durch Drittelfinanzierung, kann Kunst und Kultur bei stagnierenden Budgets, aber steigendem Bedarf und steigenden Kosten, gefördert werden? Hier werden Arbeitsplätze geschaffen, besonders auch für junge Menschen, in einer Region, wo es sonst keine gäbe! Eigener Einsatz, an finanziellen Mitteln, an Arbeit! Andrea Herberstein tut was für Kunst und Kultur in ihrem Umkreis, sie leistet selbst etwas, entgegnete Wolfmayr der Kritik der SPÖ an diesem Projekt! "Bedenken Sie, dass Sie mit der Kritik an notwendigen Infrastrukturverbesserungen den ländlichen Raum gefährden. Haben Sie nicht Angst, im Wettbewerb der Ideen, die gerade im Kunst- und Kulturbetrieb momentan explodieren, mager dazustehen?"

"Positiv in die Zukunft blicken, die enormen Leistungen in der österreichischen Kunst- und Kulturlandschaft würdigen, neue Synergien zwischen Wirtschaft und den in Kreativberufen Tätigen fördern, die Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Kultur, Forschung und Entwicklung, den Wissenschaften, der Bildung forcieren, eine Belebung der Kulturlandschaft, - das könnte unser aller Ziel sein, es ist jedenfalls das Ziel dieser Regierung", schloss Wolfmayr.
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