Nach 35 Jahren unter fadenscheinigem Vorwand entlassen - AK erkämpft vor Gericht 36.000 Euro für einen Angestellten

Linz (OTS) - Nach 35 Dienstjahren wurde ein Abteilungsleiter einer Linzer Installationsfirma wegen angeblichen Fehlverhalten entlassen. Zu Unrecht fanden die Rechtsexperten der Arbeiterkammer und gingen für den Mann vor Gericht. In einem Vergleich erreichte die AK für den Arbeitnehmer eine Nachzahlung von 36.250 Euro.

35 Jahre lang war ein Angestellter aus Wels bei einer Linzer Installationsfirma beschäftigt, zuletzt als Abteilungsleiter. Dann wurde er entlassen, unter anderem weil er angeblich die Firma gegenüber Auftragnehmern schlecht zu machen versucht hatte. Der Mann wandte sich an die Arbeiterkammer um Hilfe.

"Die Entlassungsgründe waren mehr als fragwürdig. Unserer Ansicht nach wurde der Mann gemobbt. Die Firma wollte ihn ohne Kosten loszuwerden, weil er bestimmte Praktiken bei der Lukrierung neuer Aufträge nicht akzeptieren wollte", meint AK-Rechtsreferent
Dr. Martin Kamrat, der den Fall betreut hat.

Weil eine außergerichtliche Bereinigung der Angelegenheit von der Firma abgelehnt wurde, ging die Arbeiterkammer für den entlassenen Arbeitnehmer vor Gericht. Erst im Gerichtsverfahren lenkte die Firma ein und einigte sich mit ihrem ehemaligen Abteilungsleiter auf einen Vergleich. Der Arbeitnehmer erhielt brutto mehr als 36.000 Euro nachgezahlt.

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