Pistenspaß nur mit professionell eingestellten Skibindungen!

"Sicher Leben" warnt Skifahrer davor, Bindungen selbst zu justieren. Schmerzhafte Verletzungen und mangelnde Haftung können die Folgen sein.

Wien (OTS) - Der erste Schnee ist angekündigt, die Skisaison 2004/2005 steht in den Startlöchern. Immer mehr Wintersportbegeisterte, die sich für die Abfahrt ausrüsten, zieht es in Supermärkte, wo neuerdings auch Skier und Bindungen angeboten werden. Dr. Rupert Kisser, Leiter des Instituts "Sicher Leben" über diesen neuen Trend: "Leider wird in vielen Abholmärkten eine fachgerechte Einstellung der Bindungen nicht angeboten. Auf der Jagd nach einem Schnäppchen sollte man aber die eigene Sicherheit nie aus den Augen verlieren! Deshalb kann ich nur jedem dringend empfehlen, nachträglich ein Sportfachgeschäft aufzusuchen und eine Bindungseinstellung mit einem geeichten Prüfgerät durchführen zu lassen!"

Krankenbett statt Piste: 2003 wurden 47.700 verletzte Skifahrer im Spital behandelt

Hält man sich die Unfallzahlen vom letzten Jahr vor Augen, wird klar, wie wichtig gerade im Wintersport Schutzmaßnahmen sind: 2003 gab es laut der Unfallstatistik des Instituts "Sicher Leben" 47.700 spitalsbehandelte Skifahrer. Dazu kommen noch jene Skiunfälle, die nicht gleich im Krankenbett enden. Schätzungsweise gibt es pro Jahr insgesamt rund 67.000 Skifans, die sich auf Österreichs Pisten verletzen - Snowboarder nicht mitgerechnet!

Fachmann statt Eigenexperimente: Bindungen professionell einstellen lassen

"Wer selbst herumschraubt, kann seine Gesundheit erheblich gefährden!", warnt Kisser vor Eigenexperimenten beim Einstellen von Bindungen. Auslösebindungen müssen sorgfältig auf die Größe, das Können und das Geschlecht des jeweiligen Skifahrers eingestellt werden. Tabellen geben dazu zwar Richtwerte, das Problem ist aber:
Die Skalen auf den Bindungen sind nicht geeicht; vor allem bei etwas älteren Bindungen können die angezeigten Werte erheblich von den notwendigen Auslösewerten abweichen. Häufig kommt es auch zu Ablesefehlern bei den Tabellen, gelegentlich werden sogar falsche Listen verwendet.

Selbsteinstellung der Bindungen ist auch eine Frage der Haftung!

Außerdem wichtig zu wissen: "Selbsteinsteller" haben nicht nur oft den körperlichen Schaden, sondern übernehmen auch noch die komplette finanzielle Verantwortung für ihr Tun. Anders, wenn die Arbeit von einem Fachmann durchgeführt wurde: Dabei erhält der Kunde ein Prüfprotokoll und kann folglich Schadenersatz verlangen, wenn die Bindung trotzdem nicht ordentlich funktioniert. Üblicherweise wird die normgerechte Bindungseinstellung durch ein Prüfsiegel dokumentiert, das auf den rechten Ski geklebt wird. "Wer also sicher sein will, dass seine Skibindung nicht ohne Not bei einem normalen Schwung aufgeht oder bei einem katastrophalen Sturz geschlossen bleibt, muss zu einem Fachmann. Nur die Kontrolle mit einem geeichten Prüfgerät gewährleistet den Schutz, den moderne Auslösebindungen geben können", fasst Kisser zusammen.

Wien, 08.11.2004

Rückfragen & Kontakt:

Institut Sicher Leben, Pressestelle
Doreen Kallweit M.A.
Tel.: 01-717 70-161
E-Mail: pr@kfv.at
Internet: http://www.sicherleben.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SIL0001