Moser zu VA-Tech: Regierung für feindliche Übernahme verantwortlich

Standortsicherung und Mitarbeiterbeteiligung rasch umsetzen

Wien (SK) "Die schwarz-blaue Regierung führt die VA-Tech, den größten österreichischen Technologiekonzern, auf die Schlachtbank, wo die große Gefahr des Filetierens besteht und wo dann Tausende Arbeitsplätze gefährdet sind", sagte SPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Moser angesichts der geplanten Übernahme der VA-Tech durch Siemens. Mirko Kovats habe als großer privater Aktionär gezeigt, was "Raubtierkapitalismus auf österreichisch" heißt, so Moser. ****

Dabei habe Kovats lediglich die Möglichkeiten ausgenützt, die ihm die Bundesregierung durch ihre chaotische Privatisierungspolitik geboten hat, unterstrich der SPÖ-Wirtschaftssprecher. Kovats habe dadurch innerhalb von eineinhalb Jahren immerhin 80 Millionen Euro erlöst, wies Moser hin.

Siemens sei sicher ein seriöser Arbeitergeber in Österreich, versicherte der SPÖ-Politiker. Doch das Werk in Weiz zeige, welch Probleme sich durch eine Übernahme durch Siemens ergeben könnten, da das Werk zu 75 Prozent durch einen Kooperationsvertrag mit General Electric ausgelastet sei. General Electric wiederum sei ein unmittelbarer Konkurrent von Siemens. Man wisse daher nicht, wie es in Weiz weitergehen soll.

Skepsis über die Zukunft der VA-Tech erfüllt Moser auch die Aussage des Generaldirektor der Siemens Österreich AG, Albert Hochleitner, der vor zwei Monaten beteuerte, kein Interesse an der VA-Tech zu haben, und nun gebe es eine feindliche Übernahme. Moser fordert von jedem Kernaktionär, dass das angekündigte dynamische Standortsicherungs- und Ausbaukonzept für die VA-Tech umgesetzt, dass die Konzernzentrale weiterhin in Österreich bleibt und dass die Mitarbeiterbeteiligung rasch verwirklicht wird.

Mehr als befremdlich wertet Moser die Aussage von Kanzler Schüssel, der meinte, der Verkauf des Technologiekonzerns und damit die Gefährdung von Tausenden Arbeitsplätzen falle nicht in seinen Zuständigkeitsbereich. "Was ist dann ihr Zuständigkeitsbereich, Herr Bundeskanzler?", fragte Moser. Abschließend machte der SPÖ-Abgeordnete darauf aufmerksam, dass dieser weitere Ausverkauf eines wertvollen heimischen Industriekonzerns von der österreichischen Bevölkerung keineswegs goutiert wird. (Schluss) ns

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