ÖBB: 7,8 Mio. Euro für Lärmschutz in Purkersdorf

Tausende Menschen profitieren durch Lärmschutzmaßnahmen im Westbahnbereich

Lärmschutzmaßnahmen entlang der Eisenbahn-Bestandsstrecken sind eine erfolgreiche, gemeinsame Initiative zwischen Bund, Land, Gemeinden und ÖBB. Die Finanzierung der Projekte erfolgt in kooperativen Verhandlungen zwischen den angeführten Partnern. Mit dem offiziellen Baustart am 8. November 2004 gaben Staatssekretär Mag. Eduard Mainoni, Abgeordneter DI Willibald Eigner (in Vertretung des Landeshauptmannes) und Bürgermeister Mag. Karl Schlögl grünes Licht für eines der größten Lärmschutzprojekte in Niederösterreich. Umgesetzt wird das Projekt durch die Experten der ÖBB Planung & Engineering.****

Purkersdorf - Lärmschutz für 3000 Anrainer
Die laut Durchführungsvertrag projektierte Investitionssumme für das Bauvorhaben im Bereich Purkersdorf beträgt 7,8 Mio. Euro und wird zu 50 % vom Bund, zu 30 % vom Land Niederösterreich und zu 20 % von der Stadtgemeinde Purkersdorf getragen. Der hohe Stellenwert des Lärmschutzprojektes Purkersdorf wird auch dadurch dokumentiert, dass für knapp 3000 Anrainer unmittelbar eine wesentliche Verbesserung erreicht wird. Das qualitätsgesicherte Projektmanagement der ÖBB Planung & Engineering gewährleistet optimale Planung in Abstimmung mit Land und Gemeinden und führt die in Übereinstimmung entwickelten Lärmschutzmaßnahmen auf dem neuesten Stand der Technik durch. Dies gilt sowohl für den baulichen Lärmschutz, wie auch für die schalltechnische Sanierung.

11 Kilometer Lärmschutzwände
Mit dem offiziellen Start der Arbeiten zum Lärmschutzausbau beginnt die Umsetzung des wichtigen und von der Bevölkerung ersehnten Lärmschutzprojektes in Purkersdorf. Dabei werden in mehreren Ausbaustufen von 2004 bis 2007 mehr als 11 Kilometer Lärmschutzwände und Wandverkleidungen errichtet. Die Ansichtsfläche der Lärmschutzwände beträgt insgesamt 32.700 m². Der Bereich, in welchem die Ausbauten getätigt werden, erstreckt sich in Richtung Westen von der Haltestelle Purkersdorf Sanatorium bis zur Haltestelle Unter Tullnerbach.

Ausbaustufen garantieren effiziente Umsetzung
Mit der ersten Ausbaustufe startet das Projekt im Bereich Schöffelgasse und endet an der Grenze zu Tullnerbach. Die zweite Ausbaustufe betrifft den Bereich Kieslinggasse bis zur Schöffelgasse, welcher bis Herbst 2006 fertig gestellt sein wird. In Folge wird der Lärmschutz im Abschnitt Sanatorium bis Kieslinggasse errichtet. Vorgesehene Bauzeit September 2006 bis Februar 2007.

Harmonisch und effizient
Dass Lärmschutz und Landschaft miteinander in Harmonie stehen können, zeigt die Verwendung von lärmabsorbierenden Holzbetonwänden, welche sich gut in das Landschaftsbild einfügen werden. Für den Bereich der Brücken, Stützmauern und Servicetüren sind Alukonstruktionen vorgesehen.

Lärmschutz durch Lärmschutzfenster
Vertragsbestandteil ist auch eine Förderung für den Einbau von Lärmschutzfenster bei Objekten, welche durch die Errichtung der Lärmschutzwände nicht abgeschirmt werden können. Betroffen sind 559 Objekte. Die Inhaber und Bewohner dieser Objekte wurden von Seiten der Stadtgemeinde Purkersdorf über diese Förderungsmöglichkeit informiert.

Strengste Grenzwerte bei Lärmimmissionen
Die Errichtung von Lärmschutz garantiert mehr Lebensqualität für die Bevölkerung. Mit den strengen Regelungen, die für die Bahn gelten, kann die Lärmerregung im Bahnbereich bedeutend reduziert werden. Als Grenzwerte für die Bahn gelten Lärmimmissionen von maximal 65 Dezibel am Tag und 55 Dezibel in der Nacht.
Zum Vergleich: Der Lärm von Schwerlastverkehr auf der Straße beträgt rund 90 Dezibel!

Niederösterreich wird leiser
Beachtliche Investitionen werden derzeit in die Verbesserung der Lebensqualität der Anrainer und Anrainerinnen im Bereich der Eisenbahnbestandsstrecken in Niederösterreich getätigt. 39 Projekte sind in Niederösterreich derzeit im Planungsstadium oder bereits in Bau. Für rund 50.000 Anwohner und Millionen Touristen wird es in Niederösterreich spürbar leiser! Die Investitionssumme für diese Lärmschutzprojekte beträgt mehr als 27 Mio. Euro. Auf einer Länge von rund 50 Kilometern können damit dauerhafte Verbesserungen für die Bevölkerung erreicht werden.

Rückfragen & Kontakt:

ÖBB-Kommunikation Niederösterreich
Mag. Johann Rankl
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