ÖGB-Verzetnitsch: ÖIAG darf nicht zur Ausverkaufsholding werden

Für Beteiligungsholding, damit Entscheidungen in Österreich getroffen werden

Wien (ÖGB) - "Die ÖIAG muss als verantwortungsvoller Kernaktionär aktiv an der Gestaltung der Zukunft der VA Tech beteiligt bleiben", sagt ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch angesichts des Verkaufs der Anteile des größten Aktionärs Mirko Kovats an den Siemens-Konzern. "Die Entscheidungen über die Zukunft dieses wichtigen Unternehmens müssen weiterhin in Österreich getroffen werden. Dafür braucht es die ÖIAG als einen verlässlichen und stabilen Eigentümer."

"Noch nie haben in Österreich so viele Menschen Arbeit gesucht wie jetzt", so Verzetnitsch. "Stabile Unternehmen und sichere Arbeitsplätze mit Zukunft brauchen wir dringender denn je. Die VA Tech als größter Technologiekonzern des Landes ist ein stabiles österreichische Unternehmen im Aufwind. Von den 17.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind 8.000 allein in Österreich beschäftigt. 500 junge Mädchen und Burschen haben dort einen Ausbildungsplatz mit Zukunft. Die VA Tech ist aber auch ein ganz wichtiger Auftraggeber für 7.000 kleine und mittlere österreichische Betriebe. Das sichert noch einmal 10.000 Arbeitsplätze in ganz Österreich."

Der ÖGB fordert deshalb die Regierung und die ÖIAG auf, eine verantwortungs-volle Wirtschafts- und Industriepolitik im Interesse Österreichs zu betreiben. (fl)

ÖGB, 8. November 2004 Nr. 716

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