Sozialistische Jugend beschließt Grundsatzprogramm

30. Verbandstag der SJÖ steht im Zeichen von Sozialismus und Antikapitalismus

Wien (OTS) - Die Sozialistische Jugend Österreich hat heute, Samstag, den 30. Oktober, um 12.00 Uhr ihren 30. ordentlichen Verbandstag im Kongresshaus in Wien eröffnet. Bei ihrem dreitägigen Kongress kommt es zu einem umfangreichen Generationenwechsel. Der heutige Tag steht jedoch im Zeichen einer inhaltlichen Positionierung. Nach einer eineinhalbjährigen Diskussion innerhalb der SJ steht heute ein neues Grundsatzprogramm zur Beschlussfassung auf der Tagesordnung.

Bereits gestern kamen jedoch zahlreiche Mitglieder der Sozialistischen Jugend im Kongresshaus zusammen, um ihr 110 jähriges Bestandsjubiläum zu feiern. Mehr als 500 Gäste waren bei den Feierlichkeiten zur Gründung der Sozialistischen Jugend am 4. November 1894 in Wien Margareten anwesend. "Nicht nur dass wir mit unserer Festveranstaltung in unseren Gründungsbezirk gegangen sind, soll unser Festhalten an den Traditionen der Sozialistischen ArbeiterInnenjugend darstellen", merkte dabei der Verbandsvorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), Andreas Kollross an, "Auch das Grundsatzprogramm zeigt dieses deutlich auf."

Das Grundsatzprogramm beinhaltet unter anderem das Bekenntnis zu den Prinzipien des wissenschaftlichen Sozialismus und das Ziel einer klassenlosen gerechten Gesellschaft. Als die Hauptursache der Ausbeutung des Menschen durch die Menschen - und somit die Basis unserer derzeitigen Gesellschaftsform - ist nach Sicht der SJ nach wie vor der Kapitalismus verantwortlich, den es zu überwinden gilt. Auch enthalten ist die klare Ablehnung von Sexismus, Rassismus, Faschismus und Militarismus.

Kollross sieht in dem Beschluss des Grundsatzprogramms einen zukunftsweisenden Meilenstein in der Arbeit der Sozialistischen Jugend: "Wir feiern dieses Jahr das 110jährige Bestehen der Sozialistischen Jugend. Das Grundsatzprogramm steht in der Tradition der Grundsätze des Vereins Jugendlicher Arbeiter, der 1894 gegründet wurde, um sich gegen die Ausbeutung durch die Lehrherren zu wehren. Heute wie damals ist die Wurzel des Elends dieser Welt noch immer dieselbe. Wer dies nicht wahrhaben möchte, der oder die sei auf die Auswirkungen der Globalisierung verwiesen, die für die überwiegende Mehrheit der Menschen gleichbedeutend ist mit Hunger und Not."

Abschließend verweist Kollross aber auch auf den Zusammenhang mit der Politik der schwarzblauen Bundesregierung hin: "Seit dem Antritt dieser Regierung gibt es unter dem Deckmantel der Modernität eine kontinuierliche Umschichtung von unten nach oben. Während beispielsweise der Finanzminister sich steuerfrei beschenken lässt, wird für die Mehrheit der Menschen in diesem Land der Zugang zu Bildung, einer umfassenden medizinischen Versorgung oder eine sicheren Altersvorsorge immer enger. Dagegen wird die Sozialistische Jugend auch in Zukunft vehement auftreten. Sie wird bei jeder sich bietenden Gelegenheit aufzeigen, dass eine gerechte Gesellschaft keine Frage der Leistbarkeit, sondern des Willens ist."

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