Eder: Reithofer hat am ÖBB-Desaster große Mitschuld

Wien (SK) "Als mehrjähriger Aufsichtsratchef hat Wolfgang Reithofer große Mitschuld am derzeitigen ÖBB-Desaster. Die ÖBB-Umsätze und Gewinne sind ständig im Sinkflug, die Schulden explodieren ins Unerträgliche und könnten nach Ex-Bahnmanager und jetzigem RH-Präsidenten Moser bis auf unfassbare 20 Mrd. Euro bis 2010 steigen, die Kundenzufriedenheit mit den Leistungen der ÖBB ist gemäß einer kürzlichen Markterhebung auf einem Tiefpunkt, das milliardenschwere Investitionsprogramm wurde noch immer nicht überarbeitet, ein mittelfristiges Unternehmenskonzept gibt es nicht, die Organisationsreform der ÖBB hat längst alle Zeitpläne überschritten, der politische Postenschacher hat einen Niki Lauda nach nur wenigen Wochen zum Aussteigen bewogen - kurzum die unternehmerische Performanz unter einem Aufsichtratspräsidenten Wolfgang Reithofer ist katastrophal. Jetzt nach einem anderen Schuldigen zu rufen, ist nichts als ein Eingeständnis des eigenen Versagens zu werten", erklärte am Samstag SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder angesichts des gestrigen Rundumschlags des ÖBB-Aufsichtsratchefs gegen die Politik. ****

Tatsache sei jedenfalls, dass die ÖBB unter dem erfolgreichen Bahnvorstand Draxler ständig Umsätze und Gewinn gesteigert hat, im Güterverkehr im In- und Ausland expandiert hat und die ÖBB ein erfolgreiches Kostensenkungsprogramm mit ständig steigender Wettbewerbsfähigkeit durchlaufen hat. Gleichzeitig wurde massiv in Infrastruktur investiert und das Unternehmen modernisiert. "Seit diese VP/FP-Regierung diese erfolgreichen Manager ausschließlich aus politischen Gründen entfernt hat, gehen alle Erfolgsindikatoren wie Umsatz und Gewinn, Marktanteil, Service- und Transportqualität nach unten, eine Entwicklung die sich unter einem Aufsichtsratspräsidenten Wolfgang Reithofer noch beschleunigt hat. Spätestens wenn jetzt auch noch die gegen den Willen der SPÖ durchgesetzte und von Wolfgang Reithofer massiv mitgetragene ÖBB-Reform misslingt, muss sich der Ziegelwerk- Vorstand Reithofer wohl die Frage gefallen lassen, ob er nicht bei der ÖBB als Aufsichtsratchef gescheitert ist", schloss SPÖ-Verkehrssprecher Kurt Eder. (Schluss) up/vs

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