Sozialausschuß: Scharfe Kritik Walchs an AK-Experten Klein

Ungeheuerliche Vorgangsweise wäre in Privatwirtschaft Grund für fristlose Entlassung

Wien, 2004-10-28 (fpd) - In der heutigen Sitzung des Sozialausschusses übte der freiheitliche Arbeitnehmervertreter Abg. Max Walch scharfe Kritik an dem von der SPÖ nominierten Experten Dr. Christoph Klein von der Arbeiterkammer. Dieser hatte in der ZiB 2 vergangenen Donnerstag wider besseres Wissen behauptet, die Abschläge würden 22 Prozent betragen statt 19 Prozent. ****

Walch findet dieses Vorgehen unerhört. "Ein Experte der AK, der eigentlich objektiv und unabhängig sein sollte, müßte die Wahrheit sagen und nicht mit falschen Zahlen operieren." In der Privatwirtschaft wäre ein solches Verhalten Grund für eine fristlose Entlassung. Es sei ungeheuerlich, wenn ein Jurist, der von allen Arbeitnehmern bezahlt werde, auf einem derartigen Niveau agiere.

Als bezeichnend empfindet es Walch, daß genau für jene Fraktion, die ansonsten um Promillebeträge streite, plötzlich 3 Prozent keine Rolle spielen würden. Denn die SPÖ habe keine Worte der Empörung und des Bedauerns gefunden.

AK-Präsident Tumpel solle Klein maßregeln und dafür Sorge tragen, daß alle AK-Mitarbeiter unpolitisch agieren würden, forderte Walch. Für Klein müsse es jedenfalls umgehend Konsequenzen geben. (Schluß)

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