Pröll: Bioenergie verbindet wirtschaftliche Vorteile mit einer funktionierenden Klimaschutzpolitik

Umweltministerium verleiht Auszeichnung für Biowärme-Installateure und Biowärme-Rauchfangkehrer

Wien (OTS) - "Für eine funktionierende Klimaschutzpolitik ist es wichtig, dass jene Berufe, die in ihrer täglichen Arbeit einen direkten Zugang zu den Menschen haben, über die richtigen Informationen verfügen. Sie sind letztlich die entscheidenden Meinungsbildner. Deshalb ist mir die Unterstützung der Biowärme-Installateure und -Rauchfangkehrer ein besonderes Anliegen", erklärte Umweltminister Josef Pröll heute in einem Festakt im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft anlässlich der Verleihung von Auszeichnungen an erfolgreiche Biomasse-Seminarabsolventen von Installateur- und Rauchfangkehrerbetrieben aus ganz Österreich. ****

Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft fördert die Seminarreihen des Österreichischen Biomasse-Verbandes finanziell und unterstreicht damit die besondere Bedeutung der beiden Berufsgruppen. "Nur Bioenergie verbindet wirtschaftliche Vorteile: für den Betreiber durch günstigere Betriebskosten und für unsere Regionen durch mehr Arbeitsplätze sowie steigende Wertschöpfung mit dem Nutzen für unsere Umwelt. Um diese Erkenntnisse und die win-win-Situation gegenüber anderen, fossilen Heizsystemen einer breiteren Öffentlichkeit überzeugend bewusst zu machen, brauchen wir die Meinungsbildner Biowärme-Installateur und -Rauchfangkehrer. Vor allem bei der Sanierung bestehender Heizungen sind alle Bemühungen im Sinne der Erreichung des Kyoto-Zieles zu mobilisieren. Darüber hinaus sollten Energieeffizienz und Wirkungsgrad objektiv überwacht werden, wofür sich die Rauchfangkehrer flächendeckend anbieten", so Pröll.

Ein Installateur-Seminar besteht aus zwei Theorietagen und einem Praxistag, der zeitlich getrennt bei einem österreichischen Biomassekesselhersteller durchgeführt wird. Für das Zertifikat mit der rechtlich geschützten Bezeichnung "Biowärme-Installateur" ist der Nachweis von mindestens fünf installierten Biomasseheizungen zu erbringen. Alle zwei Jahre ist die Absolvierung eines Weiterbildungstages verpflichtend. "Wir müssen die neuen umweltverträglichen Technologien wie Solar und Biomasse in die Ausbildung einbinden, damit sie jeder Installateurbetrieb in seinem Umfeld anbieten kann", unterstrich Pröll.
Mit den Biowärme-Installateuren und Biowärme-Rauchfangkehrern verfügt Österreich derzeit über 880 zertifizierte Experten für moderne Biomasseheizungen. Der spürbare Klimawandel und die stark gestiegenen Kosten der fossilen Energien verstärken den Trend zu umweltfreundlichen Biomasseheizungen. Hausbesitzer und Heizungsprofis reagieren auf die gestiegenen Erdölpreise und auf die immer deutlicher werdenden Anzeichen des Klimawandels: Biomassekesselfirmen verzeichnen Umsatzzuwächse und 80 neue Biowärme-Installateurbetriebe präsentieren sich mit dem 2004 erworbenen Zertifikat als Experten für umweltfreundliche Biomasseheiztechniken. Mit insgesamt 635 Biowärme-Installateuren hat bereits jeder dritte Betrieb in Österreich (ausgenommen Wien) die Fachseminare des Österreichischen Biomasse-Verbandes erfolgreich absolviert. Das gilt auch für Rauchfangkehrer: Es gibt in allen Bundesländern 245 Biowärme-Rauchfangkehrer-Meisterbetriebe und jedes Jahr kommen neue dazu.

Biowärme-Installateure und -Rauchfangkehrer kennen die Umwelt- und Marktsituation, wissen Bescheid über die Brennstoff-Logistik, sind versiert in Baurechts- sowie Brandschutzfragen und informieren über Förderungen. Sie beraten bei der Auswahl des optimalen Biomasse-Heizungssystems und garantieren die fachgerechte Installation beziehungsweise die Wartung sowie Reinigung der gesamten Anlage. Biowärme-Installateure und -Rauchfangkehrer können für Interessenten auch Kosten- und Wirtschaftlichkeitsvergleiche zwischen klimafreundlichen Biomasseheizungen und fossilen Heizanlagen erstellen. "Die heute von mir ausgezeichneten Absolventen stellen damit ihre Verantwortung für künftige Generationen unter Beweis und leisten mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung in Österreich", so Minister Pröll abschließend.

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