Bartenstein: EU muss am globalen Wirtschaftsmarkt Wettbewerbsfähigkeit steigern

Wien (BMWA/OTS) - ''Die Vollendung des EU-Binnenmarktes sowie eine Flexibilisierung der Arbeitsmärkte würden die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union steigern'', so Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein am Donnerstag anlässlich der Veranstaltung 'Europe 2010 - Opportunities and Threats for Competing in a Global Economy' des Stern Stewart Institute im Schloss Fuschl. ****

Dienstleistungen würden heute 70% des Bruttoinlandsprodukts der EU ausmachen, sagte der Minister. Während der Waren- und Energiemarkt bereits erfolgreich liberalisiert ist, unterliegen die Dienstleistungen innerhalb der EU und weltweit noch immer strengen Restriktionen. Laut Bartenstein würden moderne, effiziente und effektive Regulierungsmaßnamen eine bessere Wettbewerbsfähigkeit in der EU herbeiführen. Weiters ist es wichtig, die Beschäftigung durch flexiblere Arbeitsmärkte zu steigern. Um erfolgreich Flexibilität kombiniert mit Sicherheit im Arbeitsmarkt zu fördern, bedarf es einer verbesserten Arbeitsorganisation sowie Attraktivität für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Die Senkung der Körperschaftssteuer von 34% auf 25% ist für den Minister ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, um Österreich als Wirtschaftsstandort attraktiv zu machen. Durch die Einführung einer modernen Gruppenbesteuerung wird Österreich auch für Holdings und Firmenzentralen interessant. Die Bundesregierung hat sich in ihrem Arbeitprogramm vorgenommen, bis 2006 Investitionen in Forschung auf 2,5% des Bruttoinlandsprodukts zu steigern. Die Anzahl der neu gegründeten Firmen stieg im Jahr 2003 um mehr als 9% im Vergleich zum Vorjahr.

Auch die Arbeitsmarktsituation hat sich - nicht zuletzt aufgrund des für europäische Verhältnisse flexiblen Arbeitsmarktes in Österreich - in der ersten Hälfte 2004 stabilisiert, meinte Bartenstein. Österreichs Arbeitslosenrate 2004 wird voraussichtlich mit geschätzten 4,5% die dritt niedrigste innerhalb der EU25 sein. Steigende Direktinvestitionen, vor allem in Osteuropa, zeigen die Bereitschaft österreichischer Unternehmen, international tätig zu sein.

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