Tumpel verlangt den Ausbau der Pflegedienste

AK Wien schenkt den neuen in der Gesundheitsausbildung den "Pschyrembel"

Wien (OTS) - Den Ausbau der öffentlichen Pflegedienste und der Hauskrankenpflege - und eine Offensive für qualifizierte Pflegeausbildung: Das verlangt AK Präsident Herbert Tumpel heute im Kaiser Franz Josef Spital bei einem Treffen mit den VertreterInnen der 1.455 AnfängerInnen in der Wiener Pflegeausbildung und an den medizinisch-technischen Akademien. Gemeinsam mit mit den Gewerkschaften der Wiener Pflegebediensteten schenkt die AK Wien allen Neuen in der Wiener Gesundheitsaus bildung das Klinische Wörterbuch von Pschyrembel - als Zeichen der Anerkennung und Unterstützung bei der Ausbildung. "Von der Regierung erwarte ich, dass sie dem wachsenden Bedarf an Pflegeleistungen Rechnung trägt", sagt Tumpel. Nötig seien neue Pflegeformen zwischen Spital und bei den Menschen zu Hause, etwa Kurzzeitpflegeplätze und Tagespflegestationen. Ausgebaut und verbessert werden müsse auch die Pflegeausbildung. An den Plänen der Regierung für das Gesundheitswesen kritisiert Tumpel: "Nur die Belastungen sind konkret, aber nicht die angekündigten Strukturreformen."

"Es ist eine Leistung, heutzutage in einer Krankenpflegeschule, in einer Schule für den der medizinisch-technischen Fachdienst oder in einer medizinisch-technischen Akademie aufgenommen zu werden", gratuliert Tumpel den Neuen in der Wiener Gesundheitsausbildung. Neue Pflegefachkräfte würden auch dringend gebraucht - akut fehlen österreichweit bereits 3.000 Pflegefachkräfte in den Spitälern und Pflegeheimen. "Und der Bedarf an Fachkräften für hochwertige Pflege älterer, kranker und behinderter Menschen wird steigen", verlangt Tumpel Initiativen der Regierung für mehr und bessere Pflege. Neue Pflegeformen seien nötig, etwa Kurzzeitpflegeplätze und Tagespflegestationen. Insgesamt ist für Tumpel klar, dass beim wachsenden Bedarf an Gesundheitsleistungen mehr Geld für das Gesundheitswesen nötig ist. Er kritsiert an den Gesundheitsplänen der Regierung, dass nur die Belastungen konkret seien, nicht aber die Strukturreformen. Es fehle ein Konzept für die Verbreiterung der Bemessungsgrundlage bei den Sozialversicherungsbeiträgen: Sie sollen nicht nur auf Grundlage der Löhne und Gehälter berechnet werden.

"Bildung und Ausbildung sind der Schlüssel für gute Chancen im Beruf", sagt Tumpel, "wir von der Arbeiterkammer setzen uns dafür ein, dass alle Jungen die Chance auf Ausbildung haben." Die AK konnte durchsetzen, dass der Abschluss der Krankenpflegeschule als Teil der Berufsreifeprüfung gilt. Aktuell will sie neue Berufsbilder, und die Ausbildung soll neu gestaltet werden. Zum Beispiel soll es berufsbildende Schulen mit Matura inklusive Pflegeausbildung geben -und den Aufbau von Fachhochschul-Angeboten für Gesundheitsberufe.

Den "Pschyrembel" schenkt die AK Wien allen 1.445 Neuen in den Wiener Krankenpflegeschulen, der Schule für den medizinisch-technischen Fachdienst und den medizinisch-technischen Akademien gemeinsam mit der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, der Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst. Das Wörterbuch ist das wichtigste Nachschlagewerk im medizinischen Bereich.

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