E-Government: WKÖ-Kritik "weltfremd und bürgerfeindlich"

Städtebund: Eigenbrötlerisches Zunftdenken hat ausgedient - Österreich bei E-Government europaweit führend

Wien (OTS) - "Die Wirtschaftskammer-Kritik an den E-Government-Anwendungen der Gebietskörperschaften ist völlig weltfremd, ja bürgerfeindlich. Städte und Gemeinden bemühen sich seit Jahren mit großem Aufwand um die Optimierung von Verwaltungsabläufen und mehr Bürgerservice. E-Government ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie, basierend auf den Spezialkenntnissen der einzelnen Dienststellen. E-Government bedeutet mehr Komfort für den Bürger, aber eben auch für die Wirtschaft (Stichwort Kommunalsteuer, Gewerbeanmeldungen, Tourismusabgaben etc.)", hält Städtebund-Generalsekretär Erich Pramböck fest.

"Die verwendeten Programme wurden zum Teil selbst entwickelt, zum Teil zugekauft. Falls es die Wirtschaftskammer schon vergessen hat: Fundamt.gv.at wurde beispielsweise im Zusammenwirken mit privaten Dienstleistern entwickelt."

help.gv.at wertvolles Instrument

"Und dann richtet uns die Kammer aus, dass dies alles quasi geschäftsschädigend sei", wundert sich Pramböck. "Hier werden keine Steuermittel fehlgeleitet. Vielmehr wird mit Steuergeldern an Lösungen gearbeitet, die Kosteneinsparungen und mehr Bürgernähe der öffentlichen Verwaltung bringen. Welchen Sinn sollte es haben, dass jede Gemeinde mit hohen Kosten eigene Formulare entwickelt und nicht auf gemeinsame Lösungen zurückgreift? Dies wäre ein Rückfall in eigenbrötlerisches Zunftdenken und überholte Kirchturmpolitik."

Help.gv.at sei ein höchst wertvolles Instrument und helfe dabei, Doppelgleisigkeiten zu vermeiden. Österreich nehme bei E-Government-Anwendungen in der öffentlichen Verwaltung international eine Spitzenstellung ein. (Schluss) wh

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