Cap kritisiert Ablehnung von ÖGB-Informationsspots durch ORF

Wien (SK) Kritik an der Vorgangsweise des ORF, der sich
weigert Informationsspots des ÖGB auszustrahlen, weil diese "kein Beitrag im Dienste der Allgemeinheit" wären, übte Donnerstag der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann und SPÖ-Mediensprecher Josef Cap. Wieso es nicht "im Dienste der Allgemeinheit" sein soll, wie der ORF in seiner Ablehnung meint, wenn Bürger mit den - von ihnen gewählten - Abgeordneten in Kontakt treten, sei völlig unverständlich. Der ORF messe hier offensichtlich mit zweierlei Maß stellte Cap gegenüber dem Pressedienst der SPÖ unter Hinweis darauf fest, dass ähnliche Spots von Ministerien oder der Wirtschaftskammer Österreichs sehr wohl ausgestrahlt worden seien. Der - offenbar ausschlaggebende -Unterschied zwischen diesen Spots und jenen des ÖGB sei der, dass sich die einen wohlwollend mit der Politik der Regierung beschäftigen, die des ÖGB hingegen kritisch. ****

Man sei nahe der Zensur, wenn der ORF dem ÖGB untersagen möchte, in seinen, im übrigen zu bezahlenden, TV-Spots konkrete Beispiele von Menschen zu zeigen, die durch die Pensionsreform der Regierung massive Verluste hinzunehmen haben. Mehr als eigenartig sei auch, wenn der ORF daran Anstoß nimmt, dass der ÖGB in diesen Spots die Bevölkerung auffordert, sich in Sachen Pensionsharmonisierung an die Abgeordneten des Nationalrates zu wenden.

Es sei inakzeptabel, wenn sich der ORF bei seiner Ablehnung auf allgemeine, nirgendwo näher erläuterte Formulierungen wie "im Dienst der Allgemeinheit" berufe, dann selbst und willkürlich definiere, was darunter zu verstehen sei und somit letztendlich unkontrolliert entscheide, was ausgestrahlt wird und was nicht, schloss Cap. (Schluss) cs/mp

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