Weltspartag - AK Konsumentenschützer warnen: Neue Kosten und neues Risiko für Sparer!

Linz (OTS) - Rechtzeitig zum Weltspartag hat die AK die Sparkarte unter die Lupe genommen. Fazit: die vermeintlich attraktive Alternative zum herkömmlichen Sparbuch entpuppt sich oft als Nepp -die besseren Zinsen werden von den hohen Spesen vermindert.
Und zur allgemein ohnehin eher dürftigen Zinsen-Lage kommt: in Zukunft soll der Bankkunde auch noch das Insolvenzrisiko mittragen!

Die Sparkarte boomt. Immer mehr Banken bieten ihren Kunden an, ihr Erspartes auf diese Weise anzulegen: ein Sparkonto für täglich fälliges Geld, das via Plastikkarte und PIN-Code bei Selbstbedienungs-Automaten im Foyer der Bank abgehoben werden kann. Und das alles zu recht attraktiven Zinssätzen! Allerdings - oft nur auf den ersten Blick: Kontoführungs-, Transaktions- oder Schließungsgebühren können den Ertrag nämlich empfindlich schmälern. Vor allem Kleinsparer sollten Zinsen und Spesen bei Sparkarten gut ausloten!

Im Vergleich
So braucht man bei der Sparkasse Oberösterreich etwa ein Guthaben von mehr als 775,80 Euro, damit der jährliche Zinsertrag das Kapital überhaupt erhöht! Ansonsten werden die gesamten Zinsen und ein Teil des eingezahlten Kapitals von der Kontoführungsgebühr "aufgefressen".

Bei der Oberbank wiederum entsteht dem Kunden bereits ab einem Sparguthaben von 371,20 Euro ein Gewinn - dank höherem Zinssatz und nied-rigerer Kontoführungsgebühr.

Null Gebühren und einen ganz beachtlichen Zinssatz von 1,5 Prozent bietet die Volksbank Linz-Mühlviertel ihren Kunden. Hier ist die Sparkarte tatsächlich eine attraktive Alternative zum herkömmlichen Sparbuch.

Höheres Risiko für Bankkunden
Kopfzerbrechen bereitet der AK-Konsumenteninformation die geplante Änderung des Bankwesengesetzes. Es sieht vor, dass künftig jeder Bankkunde einen Teil des Konkursrisikos seiner Bank selbst tragen soll:
Derzeit ist jeder Bankkunde im Konkursfall mit bis zu 20.000 Euro abgesichert. Diese Einlagensicherung soll nun auf 30.000 Euro erhöht werden - allerdings mit gleichzeitiger Einführung eines 10prozentigen Selbstbehaltes. Das trifft vor allem die "kleinen Sparer" und Privatkunden, deren Kontostand weniger als 20.000 Euro ausmacht. Für AK-Konsumentenschützer Dr. Georg Rathwallner ist klar - diese geplante Änderung ist unfair: "Der Konsument stellt der Bank sein Erspartes zur Verfügung und soll dann auch noch das Insolvenzrisiko mittragen."

Denn eine Möglichkeit, die Bonität des Bankinstituts zu überprüfen oder gar auf die Geschäftsführung Einfluss zu nehmen, haben die Konsumenten nicht.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2194
ulrike.mayr@ak-ooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO0002