WKÖ-Präsident Leitl: "Kreativität ist etwas, das man fördern kann und muss!"

Neues "ImpulsProgramm creativwirtschaft" bringt 12 Millionen Euro Spezialförderung im Kreativbereich - Leitl: "Unterstützen speziell kleine und mittlere Unternehmen"

Wien (PWK 781) - "Kreativität ist etwas, das man fördern kann und muss", hielt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, zum Auftakt des 1. österreichischen Kreativwirtschaftssymposiums heute, Donnerstag, im Wiener Museumsquartier fest. Mit der von der arge creativ wirtschaft austria ausgerichteten Veranstaltung wolle man ein öffentliches Zeichen für die derzeitige und die künftige Bedeutung der Kreativwirtschaft setzen", so Carina Felzmann, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, "und dazu beitragen, dass beide Seiten -Kreative und Wirtschaft - von der Partnerschaft profitieren."

Zur Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen in Österreich, die kreativ sind, wurde auf Initiative der in der WKÖ beheimateten "arge creativ wirtschaft austria" das Forschungs- und Innovationsprogramm "iP ImpulsProgramm creativwirtschaft" ins Leben gerufen. Getragen wird die Arbeitsgemeinschaft von der ARGE "iP ImpulsProgramm creativwirtschaft", einer Gesellschaft der Austria Wirtschaftsservice GmbH und der Wirtschaftskammer Österreich. Dieses erste österreichweite Förderinstrument für innovative Kreativprojekte hat ein Gesamtvolumen von 12 Millionen Euro, davon 3,8 Millionen im ersten Jahr. "Gemeinsam wollen damit die WKÖ und das AWS kleine und mittlere Unternehmen in Österreich, die kreativ sind, unterstützen", führte Leitl aus: "Denn als Interessenvertretung der Wirtschaft ist es unsere Aufgabe, Hindernisse für die Umsetzung von Kreativität aus dem Weg zu räumen", so der WKÖ-Präsident in seinem Impulsstatement zum Veranstaltungsauftakt. Viele heimische Unternehmen würden bereits eindrucksvoll beweisen, dass Kreativität zum Erfolg führe.

In Österreich sind derzeit immerhin 20.000 Unternehmen mit rund 130.000 Beschäftigten m privatwirtschaftlichen Bereich der Kreativwirtschaft tätig und erwirtschaften einen Umsatz von rund 20 Milliarden Euro. Der globale Kreativwettbewerb biete Herausforderungen und Chancen, Kreativität zu exportieren. Exemplarisch für den Kreativfaktor als Basis für Exporterfolge nannte Leitl den Motorradhersteller KTM, Swarovski und Riedel-Glas. Insgesamt seien die österreichischen Exporte, so Leitl, im ersten Halbjahr 2004 um erfreuliche 11 Prozent gestiegen. Ein weiteres Beispiel seien Möbel "made in Austria". Wurde früher vor allem Schnittholz für die Möbelproduktion von Österreich nach Italien exportiert, so sind es heute zunehmend auch hochwertige Möbel "made in Austria", die nach Italien geliefert werden. Insgesamt haben sich die Exportzahlen von in Österreich designten Möbeln seit 1988 fast verfünffacht: Machte das Exportvolumen 1988 noch 310 Millionen Euro aus, so waren es im vergangenen Jahr 1,5 Milliarden.

Kunst- und Medienstaatssekretär Franz Morak betonte, dass für das Thema Kreativwirtschaft in den vergangenen Jahren eine Awareness, eine Aufmerksamkeit, entstanden und das Thema mittlerweile durchaus "salonfähig" geworden sei.

Helmut Leopold, Leiter des Bereichs Plattform- und Technologiemanagement der Telekom
Austria, die als Partner der Aktivitäten zu Gunsten der österreichischen Kreativwirtschaft gewonnen werden konnte, beschrieb die zukünftige Entwicklung in den Bereichen Technologie und Inhalte als globale Herausforderung. Für Österreich gelte es, sich im globalen Wettbewerb einen Platz in der Wertschöpfungskette zu sichern. Als besonderes Anliegen nannte Leopold die rasche Durchdringung Österreichs mit Breitband-Internetanschlüssen - ein Ziel, das auch zu den Schwerpunkten der Bundessparte Information + Consulting der Wirtschaftskammer Österreich unter Obmann Hans-Jürgen Pollirer zählt.

Das 1. österreichische Kreativwirtschaftssymposium findet morgen in der Wirtschaftskammer Österreich seine Fortsetzung. Der zweite Veranstaltungstag wird ganz im Zeichen des Appells an die "traditionelle" Wirtschaft stehen, sich mit Design, Branding und Multimedia-Lösungen zur Sicherung zukünftiger Geschäfte zu

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