Bartenstein: Sparen ist eine Tugend und ein ewig junges Thema - Bild

ÖVP-Podiumsdiskussion mit Finanzexperten anlässlich des Weltspartages

Wien, 28. Oktober 2004 (ÖVP-PD) Die ÖVP veranstaltete heute, Donnerstag, anlässlich des morgigen Weltspartages eine hochkarätige Podiumsdiskussion zum "Wert des Sparens". Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein, Univ. Prof. DDr. Helmut Frisch, Präsident des Staatsschuldenausschusses, Dr. Hans-Georg Kantner, Insolvenzexperte des Kreditschutzverbandes und Dr. Georg Kraft-Kinz, Vorstand in der Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien, diskutierten in der Säulenhalle der Börse. ****

Bartenstein bezeichnete das Sparen als "ewig junges Thema". Tatsache sei, dass Sparen nach wie vor eine Tugend ist, einen hohen Stellenwert genießt und ökonomisch wertvoll ist. "Vom sogenannten 'Kaputtsparen' kann in Österreich keine Rede sein. Die Österreicher sind keine Sparweltmeister, es kann nachgelegt werden", so Bartenstein, der auf die österreichische Sparquote verwies. "7,5 Prozent im Jahr 2001, 8,4 Prozent im Jahr 2003, mit der
Steuerreform könnten nun 9,2 Prozent erreicht werden. Der EU-Durchschnitt liegt aber bei zehn Prozent." Derzeit, so Bartenstein, betrage das Geldvermögen in Österreich 320 Milliarden Euro. Einen Hinweis lieferte Bartenstein auch zur Investitionsquote. "24
Prozent bezogen auf das BIP sind ein sehr guter Wert und das soll
so bleiben."

Der Präsident des Staatsschuldenausschusses, Helmut Frisch, beleuchtete den Wert des Sparens aus der Sicht des Staates und hob hervor, dass die Bundesregierung im Rahmen der Verwaltungsreform
auf einem guten Weg sei. Frisch bezog auch Stellung zum Defizit des Staatshaushaltes. "2001 und 2002 wurden Nulldefizite erreicht. Die Zunahme des Defizits um 1,9 Prozent im nächsten Jahr ist auf die Steuerreform zurückzuführen. Ein Prozent wird aber durch den Wirtschaftsaufschwung verschwinden. Das restliche Defizit ist durch strukturelle Komponenten, wie etwa dem Ölpreis, bedingt."

Insolvenzexperte Kantner wies vor allem auf die Probleme der privaten Haushalte hin. "Jeder österreichische Sparer besitzt durchschnittlich 73.000 Euro. Demgegenüber stehen aber 2,6 Millionen Österreicher, die in einer Kreditschuld stehen", so Kantner und erinnerte, dass im Jahr 1995 der Privatkonkurs in Österreich ermöglicht wurde. "Seit 1995 wurden 25.000 Verfahren eröffnet. Wir haben heute 360.000 Menschen in Österreich, die Probleme haben, ihre Schulden zu tilgen. Weitere Maßnahmen neben dem Privatkonkurs werden folgen müssen", so Kantner.

Das letzte Impulsreferat wurde aus dem Blickwinkel der Banken gehalten. Kraft-Kinz von der Landesbank NÖ-Wien sprach dem Sparen eine Schutzfunktion vor einer unsicheren Zukunft und damit verbundenen Risken zu. "Die Tugend des Sparens nimmt mit dem Alter zu. Wir haben eine hohe Sparquote und stellen fest, dass viele Menschen für die nächste Generation sparen. Sparen ist die lebensbegleitende Finanzplanung." Nach wie vor sei das Sparbuch bei den Österreicherinnen und Österreichern sehr beliebt. "Weil die Menschen es als einfach empfinden. Das Sparbuch ist ein Garantieprodukt und nach wie vor modern", so Kraft-Kinz, der abschließend darauf hinwies, dass der Trend des Sparens in die staatliche, betriebliche und private Vorsorge gehe.

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