Integration im Kindergarten - SP-Yilmaz: "Umfassendes Angebot statt Zwang und Verpflichtung!"

Wien ist gutes Beispiel, wie Integration im Kindergarten funktioniert

Wien (SPW-K) - "Es ist erfreulich, dass die Wiener ÖVP erkannt
hat, dass Wiens Kindergärten ein hohes pädagogisches Niveau haben", reagierte heute die Integrationssprecherin der SPÖ-Wien, Gemeinderätin Nurten Yilmaz, auf Aussagen der ÖVP. "Allerdings geht es gerade in diesem Bereich in erster Linie um soziales und kulturelles Lernen - die Sprache wird dabei spielerisch erlernt." ****

Die Stadt Wien unternehme seit mehreren Jahren zahlreiche Initiativen, "damit Kinder von ZuwanderInnen möglichst früh Wiens Kindergärten besuchen", so Yilmaz weiter. "Grundsätzlich gilt, je früher Kinder in den Kindergarten kommen, desto besser ist es für sie und somit für uns alle. Und aufgrund der sozialen Tarifgestaltung in Wien können sie es auch tun - mehr als ein Drittel der Kinderbetreuungsplätze ist hier gratis. Alle Angebote sind unabhängig von der Staatsbürgerschaft!" Insgesamt gelte auch beim Kindergarten der Grundsatz: "Ein gutes umfassendes Angebot ist immer besser als Zwang oder eine Verpflichtung!"

Es zähle auch zu den Maßnahmen der Stadt in den letzten Jahren, dass zusätzlich zu der normalen "Werbeaktion" für Kindergärten spezielle Maßnahmen für ZuwanderInnen getroffen werden: "Das sind zum Beispiel eine Informationskampagne mit mehrsprachigen Foldern, Info-Auftritte bei Treffen von türkischen Frauen mit Verteilung von Informationsmaterialien, die Kooperation mit muttersprachlichen Medien mit verstärkter Berichterstattung über Kindergartenanmeldung oder die wiederholte Berichterstattung in der Integrationszeitung der Stadt Wien." Wichtig sei dabei vor allem eine niederschwellige Information und der Abbau von Barrieren und Berührungsängsten.

Bei Thema Kinderbetreuung sei nun vor allem der Bund gefordert:
"Wien bietet als einziges Bundesland eine ganztätige, flächendeckende Kinderbetreuung an - ÖVP und FPÖ haben mit Regierungsantritt die sogenannte Kindergartenmilliarde gestrichen. Jetzt fehlen österreichweit 90.000 qualitativ hochwertige Ganztagsbetreuungseinrichtungen." In einem Zwei-Jahres-Programm wären jeweils 115 Mio Euro notwendig, um fehlende Plätze zu errichten. Parallel müssten pro Jahr 10 Mio Euro zur Adaptierung der rund 40.000 Plätze, die als unzureichend eingestuft werden, zur Verfügung gestellt werden.

"Wien ist ein gutes Beispiel, wie Integration - auch im Kindergarten - funktioniert. Dass Integration dem geschäftsführenden Wiener ÖVP-Chef ein Anliegen ist, mag stimmen, allerdings sollte er den richtigen Ansatzpunkt finden - und der liegt eindeutig beim Bund", so Yilmaz abschließend. (Schluss)

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