Ambrozy fordert Seebühnen-Gipfel

Kultursprecherin Cernic warnt vor Kulturholding-Plänen

Klagenfurt (SP-KTN) - Der Vorsitzende der Kärntner Sozialdemokraten, LHStv. Peter Ambrozy, fordert einen Seebühnen-Gipfel. "Ich halte es nach dem Debakel rund um die Wörtherseefestspiele für das Klügste, einen Seebühnen-Gipfel unter Hinzuziehung von Experten abzuhalten", so Ambrozy. Die Vorgänge rund um die Wörtherseebühne bezeichnete der Kärntner SP-Chef als skandalös. Ambrozy: "Das Publikum würde den Kulturreferenten und sein Team auspfeifen, müssten sie sich wie Schauspieler einem Premierenpublikum stellen."

Man müsse sich endlich ernsthaft Gedanken machen, wie die Bespielung der Seebühne künstlerisch anspruchsvoll, publikumswirksam und dennoch ohne den Bedarf an Fördermitteln möglich sei, fordert Ambrozy.

Entschieden warnte auch die Kultursprecherin der SPÖ-Kärnten, Nicole Cernic, vor den gestern geäußerten Absichten des Kulturreferenten Haider, Stadttheater und Wörtherseebühne in einer Kulturholding zusammenzufassen. "Wir brauchen keine Kulturholding, sondern endlich Aufrichtigkeit in der Frage was wir aufwenden müssen um die Bühne ordentlich zu bespielen und seriöse Konzepte ," so Cernic.

"Das Stadttheater ist derzeit eine der best geführten Länderbühnen, die notwendigen Fördermittel steigen schon seit Jahren nur im Rahmen der Inflationsrate - es ist falsch, diesen einwandfrei funktionierenden Betrieb in das Wörtherseebühnendesaster hineinzuziehen," so Cernic. "Die Seebühne ist ein Sanierungsfall -künstlerisch und wirtschaftlich, wir sollten uns darauf konzentrieren, das zu reparieren und das Stadttheater in Ruhe arbeiten lassen."

In künstlerischer Hinsicht müsse die Frage erlaubt sein, ob es vom Kulturreferenten verantwortungsvoll war, einer persönlichen Vorliebe nachzugeben und ohne Ausschreibung oder Prüfung anderer Bewerber einen Choreographen mit der Leitung der Seebühne zu betrauen. "Es rächt sich, wenn Politiker im Bereich Kultur dilettieren," meint Cernic und schlägt dem Koalitionspartner FPÖ vor, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Es gebe Konzepte und Angebote von Experten, in einer Festspielkommission mitzuarbeiten, um zu einer professionellen Führung zu kommen.

Jedenfalls sei es nicht zielführend, dem Stadttheater die Möglichkeit von Sommeraufführungen zu nehmen, um das Publikum auf die Seebühne zu treiben. Die Seebühne müsse sich eigenständig entwickeln, künstlerisch und wirtschaftlich. "Wenn uns das nicht gelingt, werden wir das Gerüst wohl abbauen müssen", stellt Cernic abschließend fest. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Mario Wilplinger
Pressesprecher der SPÖ-Kärnten
Tel.: 0463/577 88 76
Fax: 0463/577 88 86
mario.wilplinger@spoe.at
http://www.kaernten.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS90002