ÖAMTC: Überhöhte Spritpreise kosten Österreichs Autofahrern täglich 600.000 Euro

Club fordert Mineralölfirmen auf, gestrige Preiserhöhung wieder zurückzunehmen

Wien (ÖAMTC-Presse) - "Der aktuelle EU-Spritpreis-Vergleich zeigt wieder einmal steigende Tendenz zu Ungunsten der österreichischen Konsumenten", kritisiert ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. Verglichen mit dem Durchschnitt der EU-Mitgliedsstaaten zahlt man in Österreich für Superbenzin an der Zapfsäule (vor Steuern) um 3,2 Cent mehr, für Diesel um 2,5 Cent. Die österreichischen Nettopreise liegen weit oben in der "Hitliste" der teuersten Spritpreisländer innerhalb der EU, nämlich auf Platz 4, das heißt: nur drei Länder sind netto noch teurer.

Bei dieser Berechnung ist die gestrige Preiserhöhung von 2 Cent noch gar nicht dabei. Diese Preiserhöhung ist nach Ansicht des ÖAMTC in keiner Weise gerechtfertigt und der Club fordert daher die Mineralölfirmen auf, diese Erhöhung wieder zurückzunehmen. Jeder Tag, an dem die Nettopreise in Österreich höher sind als der EU-Durchschnitt, kostet den Autofahrern 600.000 Euro", betont die ÖAMTC-Expertin.

"Außerdem bleibt unsere Forderung nach einer Absenkung der Preise in Richtung EU-Durchschnittsniveau aufrecht", so Brugger-Brandau. "Davon ist Österreich seit dem letzten Benzinpreisgipfel Ende April aber weit entfernt. Der Preisgestaltung ist nach dem Fall der 2,9-Cent-Regelung offenbar Tür und Tor geöffnet." In jener Übereinkunft von Wirtschaftsminister und der Mineralölwirtschaft war nämlich vereinbart, dass die österreichischen Nettopreise (ohne Steuern) um maximal 2,9 Cent pro Liter über dem EU-Durchschnitt liegen dürfen. Von der seinerzeit angestrebten schrittweisen Absenkung der Kraftstoffpreise auf EU-Niveau durch die Ölmultis ist aber in Österreich nichts zu bemerken.

Autofahrerinnen und Autofahrer motiviert der Club, auf preisgünstiges Tanken und damit auf mehr Wettbewerb zu setzen: Durch starken öffentlichen Druck soll die Mineralölwirtschaft letzten Endes zu einer gerechteren Preispolitik bewegt werden. Mit dem Spritpreis-Service http://www.oeamtc.at/sprit/ informiert der ÖAMTC über die günstigsten Spritpreise an 1.500 Tankstellen österreichweit. Durch farbliche Kennzeichnung bei den beiden Sorten Superbenzin und Diesel erkennt man auf einen Blick, ob der Preis im EU-Durchschnitt, im Idealfall sogar darunter, oder aber darüber liegt: Grün bedeutet, Preis ist ok. Rot bedeutet, Preis ist zu hoch. Preisabfragen sind nach Kraftstoffsorte, Bundesland oder Ort sortiert möglich. Wer über keinen Internetzugang verfügt, kann Preisinfos auch unter der Info-Nummer 0810-120-120 einholen.

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ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

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