Der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) lud zur Diskussion II

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung und diskutierten aktuelle Wirtschaftsthemen

Wien (OTS) - Im neu errichteten Magna-Racino in Ebreichsdorf -unweit von Wien - wurden gestern, dem 26.10.2004 neben den wichtigsten Vertretern der heimischen Wirtschaft wie Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Matthias Krenn, Vizepräsident der Niederösterreichischen Wirtschaftskammer KR Walter Fischer und RFW Bundesobmann KR Ing. Fritz Amann zur Podiumsdiskussion und 250 Wirtschaftstreibende aus Niederösterreich geladen.

Das Restaurant mit Blick auf die prachtvolle Rennbahn war zum Bersten gefüllt, denn das Thema "Wirtschaft - Pro und Kontra" mit Schwerpunkt heimischer Wirtschaft in Niederösterreich wurde mit Spannung erwartet.

In lockerer aber direkter Manier wurden die Diskutanten der Reihe nach über persönliche und wirtschaftliche Belange befragt.

Verkehrswege schaffen

Einheitlich wurde festgestellt, dass sich gerade in Niederösterreich mangelnde Infrastruktur bemerkbar macht, wobei ein erster Schritt der Bau der Autobahn A5 sein werde, welche erstmals über ein sogenanntes "PPP - Public Private Partnership"-Modell finanziert wird. Bei Baubeginn mit 2005 kann mit einer Fertigstellung 2008 gerechnet werden. Diese Autobahn werde die Strecke Wien-Brünn-Prag beinhalten und so den Weg zu unserem nördlichen Nachbarn Tschechien erschließen, so Gorbach.

"Der Verkehrsleitplan des LH Pröll in Niederösterreich ist gescheitert", meint Walter Fischer, der Vizepräsident der NÖ Wirtschaftskammer und Spitzenkandidat zur Wirtschaftskammerwahl 2005. Als Inhaber eines Transportunternehmens in vierter Generation, muss er´s wissen, wenn seine LKWs auf Grund von undurchschaubaren Fahrverboten tagtäglich einen Umweg von 12 km fahren müssen.

~ Forschung und Innovation zur Standortsicherung ~

Ein weiterer Schwerpunkt des Vizekanzlers und Infrastrukturministers sei die heimische Forschung. Bis in das Jahr 2010 sollen die Ausgaben für die Förderung der heimischen Forschung bis auf 3,0 % des Bruttoinlandproduktes angehoben werden. Die 2004 bereitgestellten Mittel von 5,3 Milliarden Euro heben Österreich bereits heute schon unter die Top 5 Europas.

Amann betont aber in diesem Zusammenhang, dass es hierbei besonders wichtig sei, den Wirtschaftstreibenden ein steuerliches Umfeld zu schaffen, welches ihnen erlaubt den heimischen Standort aufrecht zu erhalten. Die Entwicklung neuer Lohnkostenmodelle, das Anpassen der Körperschaftssteuer und die Möglichkeit Lehrlingskosten zu 120 % abschreibbar zu machen seien Möglichkeiten dies zu erreichen. Im Falle von Auslagerungen der Produktion ins benachbarte Ausland oder gar nach Asien, gehe auch die Technologie und Innovation für Österreich verloren.

Zwt.: Energiegarantie

Mit einem weiteren, interessanten Aspekt fährt Amann fort, indem er anführt, dass Österreich bekanntermaßen ein wasserreiches Land sei, womit auch die Versorgung mit elektrischer Energie gesichert sei. Dieser Vorteil, zum Beispiel gegenüber den asiatischen Ländern, sollte für den Wirtschaftsstandort Österreich beworben werden, um das Ansiedeln von Betrieben nach Österreich interessant zu machen.

Den Sprung in die Selbständigkeit erleichtern

Dafür setzt sich Matthias Krenn verstärkt ein, denn wenn junge Leute mit innovativen, dynamischen Ideen sich trauen eine Firma zu gründen, dürfen ihnen keine bürokratischen und finanziellen Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Dies betrifft vor allem Steuern wie Erbschafts-, Kredit- und Werbesteuern. Auch dass die Primärbanken durch das Basel II-Abkommen als Nahversorger der Klein- und Mittelbetriebe in Kreditangelegenheiten gefährdet sind, ist ein ernstes Thema und darf nicht außer Acht gelassen werden.

Gerade junge Unternehmer lassen sich nicht mehr zu einem bestimmten Berufsfeld zuordnen, da die Geschäftsideen oftmals komplex und themenübergreifend sind. So zahlen tausende Unternehmen den zwei-bis vierzehnfachen (!) Mitgliedsbeitrag.

Der Wirtschaftsstandort Niederösterreich ist für Österreich wichtig

Einhellig wird betont, dass gerade der Standort Niederösterreich mit seiner langen Kontaktfläche zu den neuen EU-Mitgliedsstaaten für Österreich wichtig sei.

Gerade hier gibt es traditionelle handwerkliche Betriebe, aber auch Hochtechnologiezentren, welche gemein haben, dass sie eine gute Infrastruktur zu den Nachbarländern aber auch als Nahversorger der Großstadt Wien, schnelle Fahrtmöglichkeiten zu Kunden, Lieferanten und Auftraggebern benötigen.

Anschließend an diese informative Diskussion wurde noch Frau Bundesminister Karin Miklautsch als Ehrengast begrüßt.

Abschließend kann gesagt werden, dass dieser gelungene Abend, welcher durch ein Galabuffet abgeschlossen wurde, für die anwesenden Unternehmer ein aufschlussreicher Einblick in die Pläne und Ideen, aber auch in die wertvolle Arbeit ihrer Interessensvertretung war.

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Pressereferent Hubert Erhart
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