WOLFMAYR: ÖSTERREICHS KULTURLANDSCHAFT HERVORRAGEND AUSGESTATTET

ÖVP-Kultursprecherin zum Kultur-Budget

Wien, 28. Oktober 2004 (ÖVP-PK) Hervorragende Sammlungen, erstklassige Führung, bestens besuchte attraktive Ausstellungen, moderne Museumsdidaktik - das alles zeichnet für ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Andrea Wolfmayr die österreichische Kulturlandschaft aus. Besonders positiv hob Wolfmayr in der musealen Landschaft das Wiener Museumsquartier hervor, das sich zum zehntgrößten Kulturkomplex der Welt mit breit gefächertem Angebot an zeitgenössischer Kunst und zu einem Treffpunkt für Kulturinteressierte aus dem In- und Ausland entwickelt habe. Zu einem wichtigen Standort der österreichischen Kreativwirtschaft sei in diesem Zusammenhang auch das quartier21 mit seinem international beachteten creative cluster geworden. Die Bedeutung der Bundesmuseen und kulturellen Institutionen des Bundes komme auch beim Budget 2005 für den Kulturbereich des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zum Ausdruck, so Wolfmayr heute, Donnerstag, anlässlich der Sitzung des Budgetausschusses zu diesem Kapitel: ****

  • 2005 ist für die Museen und die Österreichische Nationalbibliothek zwar die gleiche Basisabgeltung wie 2004 vorgesehen, hinzu kommt aber ein Betrag von 1.160.000 Euro für Betriebs- und Mietaufwendungen neuer Flächen.
  • Volkskultur und öffentliche Bibliotheken bleiben gleich, die Hofmusikkapelle erhält eine geringfügige Steigerung ebenso wie die Kreditmittel für Aktionen wie "Österreichs Jugend lernt die Bundeshauptstadt kennen" 3) Die Museen-Förderungen erhalten die gleichen Kreditmittel wie 2004, die Reduktion der Gesamtsumme ergibt sich aus der geringeren Zahlung für den Erwerb der Stiftung Leopold. 4) Für Museen-Aufwendungen werden die Kreditmittel gesteigert: fünf Millionen Euro für Sicherheitseinrichtungen und 5,5 Millionen für die Kredittilgung des MuQua. 5) Erhöhung der Kreditmittel für den Denkmalschutz um vier Millionen Euro.

"Analysen haben gezeigt, dass mit der Basisabgeltung bei keinem Bundesmuseum der laufende Betrieb abgedeckt werden kann. Obwohl Eigenmittel bis zu 43,3 Prozent der Basisabgeltung erwirtschaftet wurden, können die Kosten auch mit diesen zusätzlichen Mitteln nicht mehr gedeckt werden. Um die Häuser zu entlasten und sie wirtschaftlich abzusichern, werden verschiedene Maßnahmen getroffen, wie etwa die finanzielle Entlastung durch Wiedereinführung der Bundeshaftung für Leihgaben Dritter im Rahmen von Ausstellungen", führte Wolfmayr aus. Weiters sollen Bundesmuseen verstärkt als wissenschaftliche Anstalten in EU-Forschungsprojekte eingebunden werden. "Die Studie zur Evaluierung der österreichischen Bundesmuseen wird auf Maßnahmen zur Absicherung der wirtschaftlichen Lage der Museen gesondert eingehen. Sie wird noch heuer präsentiert und dient als Grundlage für künftige kultur- und museumspolitische Entscheidungen."

Positiv sieht die ÖVP-Kultursprecherin auch die 2001 beschlossenen Bundesbauinitiativen. Hier stehen für Bauvorhaben von historischen Objekten zusätzliche Mittel zur Verfügung, nämlich jährlich 5,814 Millionen Euro für das Technische Museum Wien, die Albertina, das Völkerkundemuseum, die Galerie Belvedere und die Nationalbibliothek.

Für wichtig hält Wolfmayr auch die Erhöhung der Kreditmittel für den Ausbau der Sicherheitsvorrichtungen, "damit ein Kunstraub wie jener der Saliera nicht mehr vorkommen kann." Die Sicherheitseinrichtungen aller Häuser wurden evaluiert, der Bericht liegt vor, und obwohl die Sicherheitssysteme an den österreichischen Bundesmuseen grundsätzlich den internationalen Standards entsprechen, wird es für 2005 und 2006 zusätzliche Mittel in der Höhe von fünf Millionen Euro für Erneuerung, Generalsanierung und Austausch geben, kündigte Wolfmayr an. "Die bestehenden Sicherheitskonzepte sollen den Mitarbeitern der Museen immer wieder bewusst gemacht und ihre Umsetzung laufend durch Instruktionen und Übungen sicher gestellt werden, und das in enger Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr." Besonderes Augenmerk werde künftig auch auf die Auswahl des Sicherheits- und Wachpersonals gerichtet.

Dass aufgrund anderer wichtiger Schwerpunktsetzungen der Bereich der Volkskultur als kommunikative Gegenwartskultur und das öffentliche Büchereiwesen keine Aufstockung erfahren konnte, ist für Wolfmayr verständlich aber bedauerlich. Erfreulich ist für sie hingegen die Aufstockung im Bereich des Denkmalschutzes, wobei die Änderung wichtiger steuerlicher Fragen noch ausstehe. "Da der Denkmalschutz und die Erhaltung kunsthistorisch bedeutsamer Kulturgüter vermehrt vom hohen persönlichen Engagement privater Eigentümer abhängen, wären Abschreibungs- oder Vorsteuerabzugsmöglichkeiten in diesem Fällen höchst notwendig und sinnvoll", schloss die ÖVP-Kultursprecherin.
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