Wien-Buch: Alles zum Thema Tod

Wien (OTS) - Rechtzeitig zu den bevorstehenden Feier- und Gedenktagen Allerheiligen und Allerseelen hat der Falter Verlag die überarbeitete Neuauflage von Werner T. Bauers "Wiener Friedhofsführer" auf den Markt gebracht. Erstmals im Jahr 1988 erschienen, lässt der nunmehr etwas über 300 Seiten umfassende, in 5. Auflage aktualisierte Führer, zu den letzten Stätten der Wiener keine Fragen über Tod und Begräbnis offen. Neben dem Beschreiben sämtlicher aufgelassener und existierender Wiener Begräbnisstätten, alleine der Zentralfriedhof macht 28 Seiten aus, geht Bauer allen nur denkbaren wissenswerten Aspekten über den "letzten Gang" nach. Auch wenn die Zuschreibung eines nekrophilen Charakterzuges für Wien mehr Klischee, denn Wirklichkeit ist: Die Toten-Kultur der Stadt ist dennoch erstaunlich vielfältig, ja mitunter auch pittoresk. So etwa, wenn Bauer daran erinnert, das die heute weit verbreitete Pietät auf Friedhöfen in der Vergangenheit von den Wienern durchwegs leutseliger und lustiger mit Kegel- und Kartenspiel oder großen Gelagen zwischen den Grabsteinen aufgefasst wurde. Weitere Kapitel widmen sich u.a. der Geschichte der Feuerbestattung, den jüdischen und muslimischen Friedhöfen, aber auch den diversen Wienerwald-Grabstätten, wie etwa dem Laudon- oder Lacy-Grab. Ein ausführlicher Abstecher in das Wiener Bestattungsmuseum im 4. Bezirk und eine aufschlussreiche Zusammenfassung der Geschichte des Grabmals, deren individuelle Gestaltung erst mit Beginn des 19. Jahrhunderts beginnt, runden diesen wirklich empfehlenswerten Führer mit hohem Gebrauchswert ab.

Werner T. Bauer, Wiener Friedhofsführer, 312 Seiten, Wien 2004, erschienen im Falter Verlag, EUR 25,50.

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