Muttonen: Ablenkungsmanöver Kärntner Kulturholding?

Wien (SK) Als Ablenkungsmanöver bezeichnet SPÖ-Kultursprecherin Christine Muttonen den gestrigen FP-Vorschlag einer "Kärntner Kulturholding": "Mit einem Schlagwort ohne Substanz wird versucht, vom kulturpolitischen Schaden abzulenken, den der freiheitliche Kulturreferent Jörg Haider zu verantworten hat", kritisierte Muttonen. ****

Gerade im aktuellen Fall der Finanzierung des Klagenfurter Stadttheaters zeige sich der Umgang mit Kärntner Kulturschaffenden ganz deutlich: die angekündigten Budgetkürzungen hätten den Beigeschmack einer "Disziplinierungsmaßnahme" für einen unbequemen, weil kritischen Kulturbetrieb. "Intendant Pflegerl ist in seiner künstlerischen Arbeit anerkannt; das Stadttheater Klagenfurt arbeitet überaus erfolgreich. Die angekündigte Kürzung des Gesamtbudgets um ein Drittel dürfte wohl mehr der politischen als der finanziellen Notwendigkeit entsprechen", so die SP-Kultursprecherin weiter.

Der Vorschlag, nun eine Kulturholding einzusetzen wirke wie ein Trick, um von der desaströsen Kulturpolitik Haiders a la Seebühne in Kärnten abzulenken, so Muttonen weiter. Es sei mehr als fraglich, welche Verbesserung zum Jetztzustand diese Kulturholding bieten solle.

"Ich kann nur davor warnen, auf derartige Tricks hereinzufallen. Die freiheitliche Kulturpolitik hat Kärnten zum kulturellen Schlusslicht werden lassen: teure Events und kostspielige Prestigeprojekte gepaart mit einem eigenartigen Verständnis von Kulturpolitik und Kulturförderung. Als Folge kaum Geld für kulturelle Vielfalt, was langfristig zu einer kulturellen Verarmung führen könnte. Wir werden die Vorschläge zur Kärntner Kulturholding daher ganz genau hinterfragen", so Muttonen abschließend. (Schluss) se/mm

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