KHOL TRIFFT MAZEDONISCHEN MINISTERPRÄSIDENTEN KOSTOV Balkanregion muss stabilisiert werden

Wien (PK) - Der Ministerpräsident der Republik Mazedonien, Hari Kostov, traf heute im Parlament mit Nationalratspräsident Andreas Khol zu einer Unterredung zusammen. Der 44jährige Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Bankmanager Kostov, der seit Juni Regierungschef ist, informierte über die aktuelle Situation in Mazedonien sowie über die EU-Beitrittspläne seines Landes.

Österreich sei ein Freund Mazedoniens und habe dessen Weg in die Unabhängigkeit und Demokratie immer unterstützt, unterstrich Nationalratspräsident Andreas Khol. Es sei erfreulich, dass die Minderheitenprobleme auf zufrieden stellende Weise gelöst werden konnten. Es liege im Interesse aller europäischen Staaten, die Balkanregion zu stabilisieren, betonte Khol, wobei Mazedonien eine wichtige Rolle spiele.

Kostov bedankte sich für die Unterstützung Österreichs in den letzten Jahren und hofft, dass die guten bilateralen Beziehungen sowohl auf politischer als auch auf ökonomischer Ebene ausgebaut werden können. Langfristiges Ziel seines Landes sei es, Vollmitglied in der EU zu werden, wobei jedoch noch viele interne Reformen umgesetzt werden müssen. Als Beispiel nannte er die Neuorganisation des Justizsystems. Denn erst wenn sichere Rahmenbedingungen gewährleistet werden, könne man ausländische Investoren gewinnen, ist Kostov überzeugt. Sodann informierte der mazedonische Premier darüber, dass Anfang November auf Verlangen der Opposition ein Referendum über die Umsetzung des Ohrid-Abkommens, das eine territoriale Neuordnung bringt, abgehalten wird. Er glaube jedoch, dass die Bevölkerung klug genug ist, um die richtige Entscheidung zu treffen und er denke daher, dass diese Frage nach dem 7. November vom Tisch sein wird.

Kostov, der von Vizepremier Musa Dzaferi und von Finanzminister Nikola Popovski begleitet wurde, stattete Österreich auf Einladung von Bundeskanzler Schüssel einen offiziellen eintägigen Besuch ab. Am Nachmittag wird er mit Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl zusammentreffen. (Schluss)

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