Der Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW) NÖ lud zum Wirtschaftempfang ins Magna Racino

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung

Wien (OTS) - Im neu errichteten Magna-Racino in Ebreichsdorf stellten sich am Nationalfeiertag Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach, WKÖ-Vizepräsident Matthias Krenn, Vizepräsident der Wirtschaftskammer NÖ KR Walter Fischer und RFW Bundesobmann KR Ing. Fritz Amann mehr als 250 Wirtschaftstreibende der Diskussion zur Lage der Wirtschaft.
Das Thema "Wirtschaft - Pro und Kontra" mit Schwerpunkt Niederösterreich füllte den Saal und überstieg die Erwartunen der Veranstalter.

Ein Zentralthema war der Verkehr bzw. die Schaffung von Infrastruktur. Einheitlich wurde festgestellt, dass sich gerade in Niederösterreich mangelnde Infrastruktur bemerkbar macht, wobei ein erster Schritt der Bau der Autobahn A5 sein werde, welche erstmals über ein sogenanntes "PPP - Public Private Partnership" Modell finanziert wird. Bei Baubeginn mit 2005 kann mit einer Fertigstellung 2008 gerechnet werden. Diese Autobahn werde die Strecke Wien/Brünn/Prag erschließen und so den Weg zu unserem nördlichen Nachbarn Tschechien erschließen, so VK Gorbach in seinem Statement.

Der Verkehrsleitplan von LH Pröll in Niederösterreich ist gescheitert, meinte etwa VP Walter Fischer, der für den RFW-Niederösterreich als Spitzenkandidat zur Wirtschaftskammerwahl 2005 antreten wird. Als Experte, weiss er, wovon er spricht, denn als Inhaber eines Transportunternehmens in vierter Generation steht er vor dem Problem, dass seine LKWs aufgrund von undurchschaubaren Fahrverboten tagtäglich einen Umweg von 12km fahren müssen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von InfrastrukturministerVK Gorbach ist die heimische Forschung. Bis in das Jahr 2010 sollen die Ausgaben für die Förderung der heimischen Forschung bis auf 3,0% des Bruttoinlandproduktes angehoben werden. Die 2004 bereitgestellten Mittel von 5,3 Milliarden Euro heben Österreich bereits heute schon unter die Top 5 Europas.
RFW-Bundesobmann Amann betonte in diesem Zusammenhang, dass es hierbei besonders wichtig sei, den Wirtschaftstreibenden ein steuerliches Umfeld zu schaffen, welches ihnen erlaubt den heimischen Standort aufrecht zu erhalten. Die Entwicklung neuer Lohnkostenmodelle, das Anpassen der Körperschaftssteuer und die Möglichkeit Lehrlingskosten zu 120% abschreibbar zu machen seien Möglichkeiten dies zu erreichen. Im Falle von Auslagerungen der Produktion ins benachbarte Ausland oder gar nach Asien, gehe auch die Technologie und Innovation für Österreich verloren.

Mit der Energiegarantie zur Sicherrung des Standortes brachte RFW-Bundesobmann Amann einen weiteren, interessanten Aspekt in die Diskussion ein. Amann erklärte dazu, dass Österreich bekanntermaßen ein wasserreiches Land sei, womit auch die Versorgung mit elektrischer Energie gesichert sein müsste. Dieser Vorteil, zum Beispiel gegenüber den asiatischen Ländern, sollte für den Wirtschaftsstandort Österreich beworben werden, um damit das Ansiedeln von Betrieben in Österreich interessant zu machen.

Für WKÖ-Vizepräsident Krenn gilt das Motto: "Den Sprung in die Selbständigkeit zu erleichtern!"Dafür setzt sich Krenn verstärkt ein, denn wenn junge Leute mit innovativen, dynamischen Ideen sich trauen eine Firma zu gründen, dürfen ihnen keine bürokratischen und finanziellen Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Dies betrifft vor allem Steuern, wie Edie rbschafts-, Kredit- und Werbesteuern. Auch dass die Primärbanken durch das Basel II Abkommen als Nahversorger der Klein- und Mittelbetriebe in Kreditangelegenheiten gefährdet sind, ist ein ernstes Thema und darf nicht außer Acht gelassen werden.
Gerade junge Unternehmer lassen sich nicht mehr zu einem bestimmten Berufsfeld zuordnen, da die Geschäftsideen oftmals komplex und Themenübergreifend sind. So zahlen tausende Unternehmen den zwei bis vierzehnfachen (!) Mitgliedsbeitrag.

Die freiheitlichen Wirschaftsexperten betonten unisono, dass der Wirtschaftsstandort Niederösterreich für Österreich wichtig ist, allein schon aufgrund seiner langen Kontaktfläche zu den neuen EU-Mitgliedsstaaten. Gerade hier gibt es traditionelle handwerkliche Betriebe, aber auch Hochtechnologiezentren, welche gemein haben, dass sie eine gute Infrastruktur zu den Nachbarländern aber auch als Nahversorger der Großstadt Wien, schnelle Fahrtmöglichkeiten zu Kunden, Lieferanten und Auftraggebern benötigen.

Abschließend kann gesagt werden, dass dieser gelungene Abend für die anwesenden Unternehmer sehr aufschlussreich gewesen ist, schließlich konnte man sich persönlich von den Ideen, Visionen und Lösungsvorschlägen sowie von der wertvollen Arbeit, die die Interessensvertretung RFW für die KMU´s macht ein Bild machen. (Ende)

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