WWF kritisiert Neuordnung im Wasserstraßengesetz

Bestellung der viadonau ist Tiefschlag für Europas Lebensader

Wien (OTS) - Mit der Bestellung der viadonau hat die
Bundesregierung und allen voran Staatssekretär Kukacka ein Zeichen gegen die Donau gesetzt. "Mit dieser Neuordnung wurde sozusagen der Bock zum Gärtner gemacht. Noch mehr als bisher stehen damit die Pläne zum technischen Ausbau der Donau für die Schifffahrt im Vordergrund," kritisiert Ulrich Eichelmann vom WWF.

"Die Via Donau ist international einer der Hauptverfechter einer Ausbaulinie für die Schifffahrt, bei der es vor allem um eine harte Kanalisierung der Donau geht," so Eichelmann. Die letzten intakten Donaulandschaften sind gefährdet. Rund 1.000 Donaukilometer sollen nach den Plänen der viadonau in den nächsten 15 Jahren ausgebaut werden, darunter viele wertvolle Schutzgebiete in Deutschland, Österreich, Ungarn, Kroatien, Rumänien, Bulgarien und der Ukraine. "Die sogenannte Neuorientierung ist in Wahrheit ein Rückschritt. Die Via Donau hat bis jetzt nicht ein Miteinander von Schifffahrt und Ökologie gefördert, sondern eher das Gegeneinander. Der ökologische Auftrag zum Schutz der Lebensräume an der Donau, der der Wasserstraßendirektion noch ein Anliegen war, hat damit ganz offensichtlich an Bedeutung verloren", so Eichelmann.

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