Sudan/Darfur: Caritas startet neues Hilfsprojekt für 70.000 Menschen

Aus Nachbar-in-Not-Geldern werden Zelte, Hütten und Brunnen errichtet

Wien (OTS) - "Es ist schön zu verfolgen, wie die Hilfe ankommt", freut sich Caritas-Präsident Franz Küberl über die Bereitschaft der ÖsterreicherInnen, für die Menschen in der sudanesischen Krisenregion Darfur zu spenden. Mit dem neuen Hilfsprojekt, das aus Geldern der Nachbar-in-Not-Aktion finanziert wird, kann die Caritas insgesamt 70.000 Menschen (rund 14.000 Familien) mit einem Dach über dem Kopf bzw. Latrinen und sauberem Wasser unterstützen.

So errichtet die Caritas in Zusammenarbeit mit der Diakonie in den nächsten Monaten in den Flüchtlingslagern rund um Nyala und Zalingi 55 Brunnen und 1500 Latrinen. "Die ersten Brunnen und Latrinen aus dem neuen Projekt sind schon errichtet und täglich werden es mehr", so Küberl.

Ein Dach über dem Kopf
Im Belil-Camp bei Nyala wurden gerade 300 Hütten aufgebaut. Im Taasha-Gebiet (nördlich von Nyala) erhalten 1500 Familien aus den Spendengeldern der Nachbar-in-Not-Aktion einfache Unterkünfte. Die Caritas stellt den Betroffenen Bambusstangen, Matten und Trägervorrichtungen zur Verfügung, damit einfache Hütten gebaut werden können. Diese Hütten können die Menschen später auch mitnehmen, wenn sie in ihre Dörfer zurückkehren.

Im benachbarten Tschad stehen bereits neue Zelte für insgesamt 500 Familien, also rund 2500 Personen. Die Caritas betreut im Tschad in den Lagern Kounougo, Touloum und Farschana 36.000 sudanesische Flüchtlinge. In jedem der Flüchtlingscamps stehen 30 HelferInnen bereit, die sich um die Wasserversorgung und die Verteilung der Lebensmittel kümmern.

Die Caritas ist schon seit Sommer 2004 in Darfur tätig und versorgt die vertriebenen Menschen dort unter anderem auch mit einem Dach über dem Kopf, sauberem Wasser, Hausrat, Zusatznahrung und Saatgut. Die Mittel dafür stammen auch aus der laufenden Caritas-Augustsammlung.

"Das Berührende ist, die Menschen im Sudan wollen auch etwas zurückgeben. Eine Frau in Mershing war beispielsweise so glücklich über die erhaltenen Bambusstangen und Konstruktionsmaterialien, die sie bekommen hat, dass sie sich mit drei Tomaten bedankt hat", sagt Franz-Karl Prüller, der Leiter der Auslandshilfe in der Caritas Österreich.

Küberl appelliert an die österreichische Bevölkerung, in der Hilfe nicht nachzulassen: "Die Lage im Sudan ist weiterhin dramatisch. Eine Besserung der Situation ist noch nicht in Sicht. Wir brauchen weiterhin jeden Euro!"

Spendenkonto: Österreich hilft Darfur PSK 91 091 200 , BLZ 60 000

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