"Modern Times Gesundheit" am 29. Oktober im ORF: Hilfe bei Herzflimmern

Wien (OTS) - Elisabeth Vogel präsentiert das
ORF-Gesundheitsmagazin am Freitag, dem 29. Oktober 2004, um 22.35 Uhr in ORF 2 u. a. mit hoffnungsvollen Nachrichten für Darmkrebs- und Schuppenflechtepatienten und zeigt ein neues Verfahren zur besseren Behandlung von Herzflimmern.

Schuppenflechte - Hilfe durch neue Wirkstoffe

Für Psoriatiker versprechen einige neu entwickelte Medikamente bessere Therapiemöglichkeiten. Erstmals sind damit Substanzen vorhanden, die das Entstehen der entzündlichen Schuppenflechte verhindern. Rund 250.000 Österreicher leiden an der Schuppenflechte oder Psoriasis. Obwohl diese schwere Hautkrankheit nicht ansteckend ist, leben Betroffene in der Isolation.

Fettsucht - Magenschrittmacher hilft abnehmen

700.000 Österreicher leiden an krankhafter Fettsucht, der so genannten Adipositas. Für besonders problematische Fälle wurde nun ein Magenschrittmacher entwickelt, der das natürliche Sättigungsgefühl nachahmt und so die Gier nach Essen stoppt. Er wird nur dann aktiv, wenn Nahrung in den Körper gelangt. Die Übergewichtigen fühlen sich schneller satt, essen dadurch weniger und verlieren nach und nach an Gewicht. Diese Weltneuheit wurde im Wiener AKH an Adipositas-Patienten erfolgreich getestet.

Herzflimmern - Bessere Behandlung durch 3-D-Bilder

Rund 70.000 Menschen leiden in Österreich an gefährlichen Herzrhythmusstörungen. Am Wiener AKH und anderen österreichischen Herzzentren wendet man seit kurzem eine neue Kathetertechnologie an, die der GPS-Navigation ähnlich ist. Während des mehrere Stunden dauernden Einriffs erzeugen Kathetersonden ein 3-D-Bild des Herzens. Damit kann das geschädigte Gewebe exakter lokalisiert und verödet werden. Pro Jahr werden rund 10.000 Patienten von ihrem Herzflimmern geheilt.

Depression - Welche Medikamente helfen wem?

Depressionen sind neben Rückenschmerzen und Herz-Kreislauf-Problemen die häufigste Volkskrankheit, die schlimmstenfalls im Selbstmord enden kann. Es gibt heute gut wirksame Medikamente, die den Gehirnstoffwechsel positiv beeinflussen. Doch nicht jedes Medikament wirkt bei jedem Patienten. Deutsche Wissenschafter haben jetzt eine Methode entwickelt, um die Therapie von Depressionen besser zu steuern. Mit einer speziellen EEG-Untersuchung kann vor Behandlungsbeginn geklärt werden, welches Medikament für den jeweiligen Patienten am besten wirkt. Das erspart oft wochenlanges Testen.

Darmkrebs - Tumorwachstum kann gebremst werden

Neue Hoffnung gibt es für Patienten mit Dickdarmkrebs. Erstmals werden in Österreich monoklonale Antikörper gegen diesen Krebs eingesetzt, die die Chemotherapie ersetzen können. Durch die neue Therapie kann die Überlebenszeit von Patienten im fortgeschrittenen Tumorstadium verdoppelt werden. Die neue Antikörpertherapie führt bei 50 Prozent der Patienten sogar zu einer Verkleinerung des Tumors. Sie hat auch nicht die unangenehmen Nebenwirkungen der Chemotherapie wie Übelkeit oder Müdigkeit.

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