Apotheker fordern Darstellung der Rezeptgebühr in den Leistungsblättern der Krankenkassen

Transparente Gestaltung im Sinne der Patienten

Wien (OTS) - Die Rezeptgebühr wird voraussichtlich ab 2005 für Generika vier EUR und für alle anderen Medikamente fünf EUR betragen. Den Apotheken kommt die Rezeptgebühr nicht zugute, sie leiten diese lediglich an die Krankenkassen weiter. Die Kassen nehmen damit insgesamt 400 Millionen EUR jährlich ein. Das Geld stammt direkt aus der Tasche der Patienten und belastet diese zusätzlich zu den monatlichen Sozialversicherungsbeiträgen.

Allerdings weisen die Krankenkassen in den Leistungsblättern - die heuer erstmals an alle Versicherten verschickt wurden - die Rezeptgebühr nicht aus. Der Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, Dr. Herbert Cabana fordert: "Die Rezeptgebühr muss am Leistungsblatt der Krankenkasse als finanzielle Eigenleistung der Patienten aufscheinen."

Der Patient wird von den Krankenkassen falsch informiert. Die Krankenkassen weisen im Leistungsblatt die Gesamtkosten der in Anspruch genommenen Arzneimittel aus. Die Krankenkassen berücksichtigen aber nicht, dass der Patient pro Medikament 4,35 und in Zukunft 4 bzw. 5 EUR Rezeptgebühr selbst bezahlen muss.

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