Hauptverband: Ergebnis des Finanzausgleichs mildert die Finanzsorgen der Krankenversicherung

Kandlhofer mahnt dennoch Strukturveränderungen im Spitalswesen ein

Wien (OTS) - Zufrieden äusserte sich der Sprecher der Geschäftsführung im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Josef Kandlhofer, über den am vergangenen Montag zwischen dem Bund, den Ländern und den Gemeinden ausverhandelten Kompromiss zur Spitalsfinanzierung für die Jahre 2005 bis 2008. Kandlhofer: "Die Sozialversicherung hat zwar nicht das erreicht, was sie ursprünglich wollte (minus 250 Mio. Euro weniger für die Finanzierung der Spitäler, Anm.), der Finanzminister hat aber das gehalten, was er der Sozialversicherung noch am vergangenen Freitag versprochen hat. Nämlich keine Mehrbelastung der Krankenkassen aufgrund der neuen Spitalsfinanzierung". Im Gegenteil:
Mit dem nun vorgestellten Finanzpaket und dem bereits versprochenen Leistungsersatz für das Krankengeld von arbeitslosen Versicherten (plus 100 Mio. Euro) sieht Kandlhofer die Konsolidierung der Finanzsituation für die Jahre 2005 und 2006 und damit das hervorragende Leistungsniveau der sozialen Krankenversicherung auf einem guten Weg.
Trotz des mit den Ländern ausgehandelten Finanzausgleichspaketes zur Spitalsfinanzierung mahnt der Sprecher der Geschäftsführung im Hauptverband aber dennoch die längst überfälligen Strukturveränderungen im heimischen Spitalswesen (im Vergleich zu den EU-15 zuviele Akutbetten und Spitalseinweisungen) ein. Kandlhofer:
"Ich kann den Vorschlag der Frau Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat, dass es ohne Strukturreformen im Spitalswesen kein zusätzliches Geld geben soll, daher nur begrüßen." Insgesamt sollen ja durch Strukturreformen bei den Spitälern bis zum Jahr 2008 300 Millionen Euro eingespart werden.
"Der Hauptverband hat in der Vergangenheit mehrmals Modelle präsentiert, wie die beiden Bereiche - intramurale Versorgung durch Spitäler sowie extramurale Versorgung durch niedergelassene Ärzte -effizienter und kostengünstiger organisiert werden können und es nebenbei auch zu einer Verbesserung für die Patienten kommt", so Kandlhofer abschließend.

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