Justizministerin Miklautsch fordert in NEWS mehr Hafträume.

Die Neo-Ressortchefin will mehr Auslands-Gefängnisse nach dem Vorbild von Rumänien errichten lassen: "Das wäre eine ernorme Kostenersparnis."

Wien (OTS) - In einem Interview mit der morgen erscheinenden
Ausgabe von NEWS nimmt die neue Justizministerin Karin Miklautsch erstmals ausführlich zu der problematischen Situation des heimischen Strafvollzuges Stellung. Darin fordert die Ressortchefin eine Weiterführung der von Vorgänger Dieter Böhmdorfer initiierten Idee von Auslands-Gefängnissen. Miklautsch: "Mittelfristig müssen wir neuen Haftraum im In- aber auch im Ausland schaffen." Miklautsch denkt dabei an Länder wie Tschechien, Polen und Ungarn, wo in Österreich straffällig gewordene Täter die Haft absitzen könnten. "Das", so die Ministerin, "würde eine enorme Kostenersparnis für Österreichs Steuerzahler bedeuten." Demnach koste ein Häftling hierzulande 100 Euro pro Tag, in Rumänien etwa aber nur zehn Euro. Außerdem würde laut Miklautsch durch die Auslagerung der Haftanstalten die "Resozialisierung" der Insassen erleichtert.

Die erste dieser Haftanstalten wird ab Juni 2005 zirka 150 Kilometer südöstlich von Bukarest in Bau gehen.

Kritik an Miklautschs Plänen übt hingegen der Chef der Justizwachegewerkschaft, Franz Pauser: "Derzeit können wir nur mehr bewachen aber nicht mehr betreuen. Bevor man ein teures Gefängnis in Rumänien errichtet, sollte zuerst einmal das Personal hierzulande aufgestockt werden."

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