Wiener Grüne: Einigung bei Finanzausgleich ändert nichts an schlechter LehrerInnen-Situation

Jerusalem: "Leider nur ein Tropfen auf dem heissen Stein"

Wien (Grüne) - "Die nunmehrige Einigung beim Finanzausgleich hat die ab dem Schuljahr 2000/2001 vereinbarte Verschlechterung des Lehrer-Schüler-Schlüssels für die Pflichtschulen nicht zurückgenommen, zum Feiern besteht daher kein Anlass", kritisiert die Schulsprecherin der Wiener Grünen, Susanne Jerusalem fest. Die Pflichtschulen werden, so Jerusalem weiter, ihren Auftrag nicht erfüllen können.

Das Sonderkontingent für Integration ist besser als nichts, aber "leider ein Tropfen auf dem heißen Stein", so Jerusalem: Es sei zu hoffen, dass alle Kinder mit einem besonderen Förderbedarf Zusatzangebote erhalten werden. Ein Ausspielen von behinderten Kindern und Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache lehnt Jerusalem ab. Chancengerechtigkeit bedeutet, dass alle Kinder, die es brauchen, positiv diskriminiert werden.

Der Finanzausgleich bestätigt insgesamt den Sparkurs bei den Pflichtschulen. Jerusalem erneuert daher ihren Vorwurf in Richtung Unterrichtsministerin Gehrer und Landeshauptmann Häupl, auf dem Rücken der Kinder zu sparen. "Wien produziert damit eine neue Generation von Straßenkinden", so Jerusalem zusammenfassend.

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