UN-Welthungerbericht: Bayr - Hunger ist kein Schicksal!

SPÖ-EZA-Sprecherin fordert politische Taten zur Bekämpfung des weltweiten Hungers

Wien (SK) Anlässlich der Veröffentlichung des Welthungerberichts der UNO fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Entwicklungszusammenarbeit, die Bundesregierung und insbesondere die Außenministerin dazu auf, sich stärker in der Europäischen Union dafür einzusetzen, dass die Maßnahmen gegen den Welthunger ernsthafter als bisher gesetzt würden. Die Zahl der Hungerleidenden ist wieder gestiegen und liegt laut UNO-Bericht jetzt bei über 842 Millionen Menschen. Jean Ziegler, Beauftragter der UN-Menschenrechtskommission, betonte ebenfalls, dass Hunger mehr Menschen tötete als Kriege oder Terroranschläge. "Das zeigt uns, dass es eine verfehlte Politik ist, sich nur einseitig zu engagieren", ist Bayr überzeugt, "es reicht auch sicherlich nicht aus, jetzt wieder eine neue Spendenaktion zu starten - wir müssen die Politik verändern." ****

"Die Bekämpfung von Hunger muss akut zwar durch Versorgung der Bedürftigen bekämpft werden, aber mindestens ebenso wichtig ist die mittel- und langfristige Bekämpfung der Ursachen des Hungers", so Bayr am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Wir exportieren unser Know-how doch nur dorthin, wo wir selbst sofort profitieren können - das bedeutet meistens Ausbeutung der in den Entwicklungsländern vorhandenen Ressourcen!"

Bayr erinnert daran, dass mit den uns jetzt zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten problemlos zwölf Milliarden Menschen ernährt werden könnten, und das ohne den Einsatz von Gentechnologie. "Wir haben auf dieser Welt alles, was wir brauchen - außer einer fairen Verteilung", so Bayr. (Schluss) wf/mp

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