15 Prozent der Autofahrer sind Dämmermuffel

Wien (OTS) - 15 Prozent der Autofahrer sind in der Abenddämmerung gefährlich unterwegs: sie schalten die Lichter ihrer Fahrzeuge trotz schlechter Sicht nicht ein, hat der ARBÖ-Lichttest auf heimischen Autobahnen ergeben. "Auffallend ist ein richtiges Ost-Westgefälle. Im Burgenland gibt es mit 20 Prozent doppelt soviel Dämmermuffel wie in Tirol mit 10 Prozent", weißt Wilhelm Patzold, Teamleiter im ARBÖ-Informationsdienst auf ein wichtiges Teilergebnis hin.

Die fatale Kombination aus defekten Lichtern und schummrigen Dämmerlicht ist nicht zu unterschätzen. Man wird von den anderen Verkehrsteilnehmern zu spät gesehen und in der Dimension falsch eingeschätzt. Und einzelne Befragungen durch den ARBÖ zeigte, dass die meisten Autofahrer über ihr gefährliches Leben als Einspurige gar nicht Bescheid wissen.

Geldstrafen

Wer bei Dämmerung ohne Licht fährt, verstößt gegen Paragraf 99 Abs. 1 Kraftfahrzeuggesetz (KFG) und muss mit Geldstrafen zwischen 21 bis 54 Euro rechnen. Wer mit defekter Lichtanlage unterwegs ist, verstößt gegen Paragraf 14 KFG und muss mit Geldstrafen von 21 bis 50 Euro rechnen. Die Höhe der Strafe ist je nach Bundesland und Straßentyp unterschiedlich. Im Freiland wird's teurer als im Ortsgebiet. Eine nicht funktionierende Bremsleuchte nach Paragraf 18 KFG wird mit 32 Euro (Anonymverfügungen in Vorarlberg und Kärnten) und 56 Euro (Strafverfügung in Wien) geahndet.

In Wien zahlen Dämmermuffel bei einer Organstrafverfügung 35 Euro, bei einer Computerstrafverfügung 49 Euro. In Kärnten und Niederösterreich zahlen Dämmermuffel im Ortsgebiet 21 Euro und im Freiland 36 Euro, Klagenfurt macht allerdings eine Ausnahme und verdonnert Dämmermuffel im Ortsgebiet zu 32 Euro und im Freiland 54 Euro. Genau die selben Strafen gelten in Vorarlberg. Salzburg, Oberösterreich und die Steiermark verrechnen einheitlich 36 Euro, wobei sich der Grazer Tarif auf 50 Euro steigert, sofern eine Computerstrafverfügung verhängt wird.

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