ARBÖ-Umweltpreis 2004 geht an Piezo-Einspritztechnik von EPCOS

Wien (OTS) - Der "Umweltpreis des ARBÖ 2004" für hervorragende Leistungen im Verkehrsbereich geht heuer an die EPCOS AG. Konkret ausgezeichnet wird die revolutionäre Piezo-Technik des weststeirischen Unternehmens, die im Kampf gegen Motorenabgase beeindruckende Erfolge ermöglicht. Die Piezo-Technik senkt die Abgasemissionen um bis zu 20 Prozent, reduziert den Verbrauch um bis zu 15 Prozent, steigert nebenbei die Motorleistung und verringert das Motorengeräusch wahrnehmbar.

EPCOS liefert das Herzstück der neuen Piezo-Einspritzsysteme von Siemens VDO und Bosch, jenen kleinen Piezo-Aktuator, ohne den der Riesenschritt in der Motorentechnik nicht möglich wäre.

Während Experten der Piezo-Technik eine große Zukunft versprechen, ist diese in der Öffentlichkeit noch hinlänglich unbekannt. Genutzt wird dabei der so genannte "inverse piezoelektrische Effekt": Eine Piezo-Keramik dehnt sich augenblicklich aus, wenn eine elektrische Spannung angelegt wird.

Piezo-Schaltelemente sind wegen ihrer geringen Masse und blitzschnellen Reaktionszeit den Magnetstellern, die bisher zur Bewegung der Einspritznadel verwendet werden, weit überlegen. Der Einspritzvorgang kann mit Hilfe der Piezo-Technologie auf bis zu sieben Einzeleinspritzungen verteilt werden bei einer viermal höheren Schaltgeschwindigkeit. Damit ergibt sich eine wesentlich feinere Dosierung des Kraftstoffs, was wiederum zu einer verbesserten Verbrennung, zu geringeren Emissionen und zu weniger Treibstoffverbrauch führt.

EPCOS ist weltweit das einzige Unternehmen, das bei Piezo-Aktuatoren die Großserienfertigung beherrscht. Bereits seit 2000 nutzt Siemens VDO Piezo-Aktuatoren aus Deutschlandsberg für seine Diesel-Einspritzsysteme. Heuer hat sich auch der weltweit größte Hersteller von Motor-Einspritzsystemen, die Robert Bosch GmbH, mit einem langjährigen Liefervertrag Piezo-Bauelemente von EPCOS gesichert. Bis zum Jahr 2008 wird EPCOS Piezo-Aktuatoren im Wert von voraussichtlich mehr als 200 Millionen Euro liefern. Schon 2006 soll die Zahl der von EPCOS für Bosch produzierten Teile sukzessive auf mehrere Millionen Stück pro Jahr steigen.

Die Entwicklung der Piezo-Technologie hatte ursprünglich bei Siemens Ende der 80er Jahre begonnen. Damals firmierte EPCOS Deutschlandsberg noch als Siemens-Werk.

Die EPCOS AG, Hersteller von passiven elektronischen Bauelementen mit Sitz in München, ist Marktführer in Europa und weltweit die Nummer Zwei. Das Unternehmen verfügt über Entwicklungs-, Produktions-und Vertriebsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie in Asien. Das Unternehmen ist aus dem 1989 von Siemens und Matsushita gegründeten Joint Venture Siemens Matsushita Components hervorgegangen und seit 1999 an der Börse. Im Geschäftsjahr 2003 hat EPCOS mit weltweit rund 13.300 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,27 Milliarden Euro erzielt.

EPCOS Deutschlandsberg beschäftigt 1900 Mitarbeiter, davon circa 200 Ingenieure und Entwicklungstechniker. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2003 knapp 400 Millionen Euro.

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