Die Vorarlberger "Blauen" der Zwischenkriegszeit Utl. Buchpräsentation in Lustenau zur Geschichte der Großdeutschen Volkspartei

Bregenz/Lustenau (VLK) - Der Lustenauer Historiker Bernd
Vogel hat ein Buch zur Geschichte der Großdeutschen
Volkspartei im Vorarlberg der Zwischenkriegszeit verfasst.
"Diese fundierte Studie ist ein wichtiger Beitrag zur
Sozial- und Parteiengeschichte unseres Landes", zollt
Landesarchivar Alois Niederstätter Respekt. Das Ludwig
Boltzmann Institut für sozialwissenschaftliche
Regionalforschung, das Vorarlberger Landesarchiv und die Marktgemeinde Lustenau laden alle Interessierten zur Buchpräsentation am Dienstag, 2. November 2004, 20.00 Uhr,
im Rathaus in Lustenau. Der Eintritt ist frei. ****

Die Großdeutsche Volkspartei konstituierte sich im
September 1920 als österreichweiter Zusammenschluss von 17 deutschnationalen Gruppierungen. Mit der Landesorganisation
in Vorarlberg hat sich der junge Historiker Bernd Vogel im
Rahmen einer Dissertation an der Universität Wien
beschäftigt. Er untersuchte neben der Programmatik auch die Finanzierung der Partei, ihre Sozialstruktur sowie Mitgliederstärke. Eine der spannendsten Fragen war laut
Vogel die Abwanderung großdeutscher Mitglieder zu den Nationalsozialisten. Ein weiterer Schwerpunkt des Buches
liegt auf der Diskussion und Analyse der Wahlen. Letztlich
legt der Autor dar, was Vorarlbergs Großdeutsche im Mai
1933 zu ihrer de-facto-Selbstaufgabe zugunsten der Nationalsozialisten veranlasste.

Mit Bürgermeister Karl Bösch und Handelsschuldirektor
Alfred Wehner prägten auch zwei Lustenauer das Bild der
"Blauen" maßgeblich mit. Daher lag eine Präsentation des
Buches auf Einladung der Marktgemeinde Lustenau nahe. Das
Werk erschien in der Reihe der Veröffentlichungen des
Ludwig Boltzmann Instituts für sozialwissenschaftliche Regionalforschung, das von Landesarchivar Alois
Niederstätter geleitet wird.

- Bernd Vogel, "Die 'Blauen' der Zwischenkriegszeit. Die Großdeutsche Volkspartei in Vorarlberg", Regensburg,
Roderer Verlag, 2004.

Das Buch kann bei der Präsentation oder über den
Buchhandel erworben werden. Eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse bietet www.landesarchiv.at.
(un/gw/so,nvl)

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