Neues Volksblatt" Kommentar: "Heiße Eisen" (Von Werner Rohrhofer)

Ausgabe vom 23. Oktober 2004

Linz (OTS) - Regieren heißt Verantwortung übernehmen. Und Verantwortung wiederum bedeutet, dass man als Regierung Maßnahmen setzt, die notwendig sind. Maßnahmen, die auf die Zukunft gerichtet sind, die - um es modern auszudrücken - das Gütesiegel der "Nachhaltigkeit" tragen.
Es liegt in der Natur von Reformen, dass sie nicht immer und überall auf
ungeteilte Zustimmung stoßen. Kritik und Widerstand dürfen aber eine verantwortungsbewusste Regierung nicht davon abhalten, die von ihr als richtig erkannten Maßnahmen umzusetzen. In dieser Situation befindet sich die derzeitige Bundesregierung zur Halbzeit der Legislaturperiode. Es wäre sicher einfacher und "populärer" gewesen, heiße Eisen wie etwa die Pensionsharmonisierung lieber nicht anzugreifen. Jetzt gilt es, den Wählerinnen und Wählern verständlich zu machen, dass man eben aus der
Regierungsverantwortung heraus heiße Eisen anpacken und Reformen in Angriff nehmen musste. Zum Unterschied von der Opposition, die diese Verantwortung nicht zu tragen und daher - auf gut Österreichisch -"leicht reden" hat.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt
Chefredaktion
Tel. 0732/7606 DW 782
volksblatt@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001