ORF-"Thema": Alkokids - Jung, cool und schwer betrunken

Wien (OTS) - Immer mehr Jugendliche fallen als "Kampftrinker" auf, trinken bis sie ins Koma fallen, sagt der Leiter der Alkohol-Ambulanz in der Salzburger Christian-Doppler-Klinik, Primar Ernst Rainer. Mehr als zehn Kinder im schulpflichtigen Alter seien pro Monat unter seinen Patienten. Dies wird auch von einer WHO-Umfrage bestätigt, wonach bereits mehr als ein Drittel der 15-Jährigen angab, mehr als einen Rausch in ihrem jungen Leben gehabt zu haben. Immerhin noch drei Prozent der Elfjährigen sagen, dass sie wöchentlich mindestens einmal Alkohol trinken. Wie traurig dieser jugendliche Leichtsinn enden kann, zeigt das Beispiel eines 17-Jährigen, der zurzeit auf Entzug ist. Er hat vor seinem 13. Lebensjahr begonnen, harte Getränke zu trinken, aus einem einzigen Grund, wie er sagt: "Weil es cool ist." "Thema"-Redakteur Franz Normann über gefährlichen Genuss und späte Reue. ORF 2 zeigt "Thema", moderiert von Roman Rafreider, am Montag, dem 25. Oktober 2004, um 21.05 Uhr.

Weitere Themen:

Das Wunder von Gmunden

Die dreijährige Viktoria überlebte einen Zehn-Meter-Sturz aus einer Gondel der Grünbergseilbahn in Oberösterreich. Wie durch ein Wunder erholte sich das Mädchen innerhalb von nur einer Woche von den lebensgefährlichen Verletzungen. Selbst die Ärzte sind von der schnellen Genesung der kleinen Viktoria überrascht. Unterdessen gibt es erste Erkenntnisse zum Unglück vom vergangenen Wochenende. Demnach sei jene Gondel, die aus der Verankerung gesprungen ist, falsch befestigt gewesen. Viktoria wurde mittlerweile aus der Intensivstation entlassen und bleibt vorerst noch zur Beobachtung im Krankenhaus, wie es heißt. Die Mutter des Kindes, die 32-jährige Silvia Zauner, ist Tag und Nacht bei Viktoria. Roland Brunhofer hat Mutter und Tochter für "Thema" besucht.

Verschollen: Das Drama des Ötzi-Finders

Ötzi-Entdecker Helmut Simon ist seit einer Woche in den Salzburger Bergen verschollen. Die Bergrettung geht davon aus, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach selbst, so wie der Gletschermann, bei seiner Alpintour ums Leben gekommen ist. Am Freitag vor einer Woche war der 67-jährige Deutsche in Bad Hofgastein alleine zu einer Wanderung aufgebrochen, von der er bis heute nicht zurückgekehrt ist. Helmut Simon hatte im Jahr 1991 einen archäologischen Sensationsfund gemacht. Er entdeckte die 5.000 Jahre alte mumifizierte Gletscherleiche "Ötzi" beim Hauslabjoch im Ötztal. Nach langem Rechtsstreit hat das Landesgericht Bozen Simon und dessen Frau, auf den Tag genau ein Jahr, bevor der Pensionist in Bad Hofgastein verschwand, offiziell als Finder der Gletscherleiche anerkannt. 5.000 Jahre nach Ötzis Tod scheint Helmut Simon das Schicksal mit dem Mann im Eis zu teilen. Markus Stachl war für "Thema" auf Spurensuche.

Tod im Schacht: Die Umweltbombe

Im Juli 2001 stirbt in Klagenfurt ein junger Arbeiter, nachdem er in den Probeschacht einer Ölabscheideranlage gestiegen war. Ein zweiter liegt seither im Koma. Schuld an dem Unfall wird einem Chemiker gegeben, der damals eine Routineüberprüfung des Schachts hätte durchführen sollen. Er ist inzwischen strafrechtlich verurteilt, ob es aber nicht doch auch noch andere gibt, die den Unfall verhindern hätten können, ist bis heute nicht restlos geklärt. Die Behörden weisen jede Verantwortung zurück.
Der Vorfall hat auch ein brisantes Umweltproblem zu Tage gebracht:
Die Firma steht auf einer alten Deponie. Vor Jahren wurden auf einem Teil des Geländes auch Chromschlacken entsorgt. Unter bestimmten Umweltbedingungen kann dieses Chrom in Chrom VI umgewandelt werden, das hochgiftig ist. Zwar ist noch kein Chrom VI ausgetreten, doch unter der Erde tickt eine Umweltzeitbombe, hat Gabi Reuther für "Thema" recherchiert.

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