SP-Hufnagl: Wien kein Platz für Müllentsorgungsabenteuer!

Multifunktions-Müllverbrennungsanlage Pfaffenau weiterer wichtiger Beitrag der Stadt zur Entsorgungssicherheit - Unverständnis für Ablehnung des Projekts durch die Opposition

Wien (SPW-K) - Der Vorsitzende des Umweltausschusses des Wiener Gemeinderates, Heinz Hufnagl, zeigt wenig Verständnis für die Kritik der Oppositionsparteien im Wiener Gemeinderat an der Errichtung der Müllverbrennungsanlage "Pfaffenau" im 11. Gemeindebezirk Simmering. Vor dem Hintergrund der am Freitag vom Gemeinderat zu beschließenden Planung und Errichtung sowie der Übertragung des künftiges Betriebs an die Wiener Kommunal-Umweltprojektgesellschaft wies der Mandatar in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien die Bedenken der Oppositionsparteien zurück und erläuterte die Vorzüge des Projekts.

Hufnagl bezeichnete vor allem aufgrund der "Prognoseszenarien eines weiteren leichten aber steten Bevölkerungswachstums, der weiteren Zunahme der Singlehaushalte sowie des steigenden Güterverbrauchs, die letztlich zu einer Erhöhung der Restmüllmenge führen würden", die Errichtung der neuen Müllverbrennungsanlage als "unausweichlich". Hufnagl: "Die Multifunktions-Anlage erfüllt gleich mehrere wichtige Aufgaben und kann somit durchaus als Vorzeigeprojekte bewertet werden. Im Zuge der Müllverbrennung wird gleichzeitig Strom mit Hilfe einer Dampfturbine gewonnen sowie die entstehende Wärme in das Fernwärmenetz ausgekoppelt". Durch letztere Maßnahme können weitere 50.000 Privatkunden in Wien auf besonders umweltfreundliche Art mit Warmwasser und Heizkapazität versorgt werden.

Unverständlich sei ihm zudem, so Hufnagl weiter, die Kritik vor allem seitens der Grünen, dass nun an einem Dritten Standort in Wien der Restmüll thermisch entsorgt werde. Hufnagl: "Die drei Standorte gewährleisten eine höhere Entsorgungssicherheit, vor allem bei Revisionen und Reparaturen, schaffen eine verbesserte Logistik durch kürzere Transportwege der Müllsammelfahrzeuge und sichern nicht zuletzt der Stadt größtmögliche Autarkie im Bereich der Abfallwirtschaft. Die thermische Restmüllverwertung sei als hochmoderne, in Wahrheit alternativlose, Energie schaffenden, den Boden und die Luft schonende Entsorgungsform längst außer Streit. Umso unverständlicher sei ihm, Hufnagl, deshalb die neuerliche "Antikampagne der vereinten Opposition, die aber", wie sich der Mandatar überzeugt gab, "wie das Hornberger Schießen enden wird".

Abschließend betonte Hufnagl, dass die Wiener Sozialdemokratie nicht zulassen werde, dass die Abfallentsorgung in Wien eine ungeordnete Baustelle werde, über die die Grünen und Blauen womöglich noch eine Bausperre verhängten. "Wer gegen Müllexport genau so wie gegen Abfallimport auftritt, wer den weiteren Ausbau der umweltfreundlichen Fernwärme will, wer Abfall energetisch, nicht zuletzt auch zur Stromgewinnung, nutzen möchte und wie bisher für Entsorgungsabenteuer in Wien keinen Platz sieht, der müsste das Projekt der Müllverbrennungsanlage im Umweltzentrum Simmering tatkräftig unterstützen", brachte Hufnagl abschließend seine Meinung auf den Punkt. (Schluss)

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