Revolutionärer "Treffpunkt Kultur"! Che Guevaras jüngster Sohn bei Barbara Rett

Ebenfalls live im Studio: Erwin Steinhauer und Rupert Henning

Wien (OTS) - "The Motorcycle Diaries" heißt das umjubelte
Roadmovie des brasilianischen Regisseurs Walter Salles, das auf den Reiseaufzeichnungen von Ernesto Guevara de la Serna - besser bekannt als Revolutionsikone "Che" - basiert. Nominiert für die Goldene Palme, war der Film ein großer Publikumserfolg beim Filmfestival in Cannes. Das mag nicht zuletzt am neuen Star des südamerikanischen Kinos, Gael Garcia Bernal, in der Rolle des Revolutionärs liegen. Unpathetisch, scheinbar beiläufig - doch gerade deswegen wirkungsvoll - schildert der Film einen Selbsterfahrungstrip, der zur politischen Bewusstseinsbildung Ches beitrug. "Treffpunkt Kultur" stellt "The Motorcycle Diaries" vor. Ches jüngster Sohn, Camillo Guevara March, ist Live-Gast im "Treffpunkt Kultur"-Studio am Montag, dem 25. Oktober 2004, um 22.30 Uhr in ORF 2.

Und das sind die weiteren Themen des "Treffpunkt Kultur":

"Freundschaft": Steinhauer & Henning mit neuem Kabarett-Programm im Rabenhof, live im Studio; Steinhauer auch in drei ORF-Filmen:

Erwin Steinhauer und Rupert Henning liefern einander in ihrem neuen gemeinsamen Programm einen ironischen Schlagabtausch über Weh und Wesen der Sozialdemokratie: Ist "Freundschaft" mehr als nur ein Gruß unter Genossen - nämlich ein menschlicher Wert? Oder gibt es Freundschaft gar nicht, sondern nur temporäre Interessensgemeinschaften? Was wurde in der Ära Kreisky für die sexuelle Revolution geleistet - und hätte die Seele der Partei Spargel bestellt? Das Programm zeigt, wie sehr Gesinnung mit Privatleben kollidiert und dass es immer mehr als nur eine Wahrheit gibt. Premiere ist am 3. November im Wiener Rabenhoftheater. "Treffpunkt Kultur" zeigt Ausschnitte - Barbara Rett begrüßt Erwin Steinhauer und Ruppert Henning live im Studio. Steinhauer und Henning sind am 4. November auch zu Gast bei "Willkommen Österreich" und Erwin Steinhauer ist in den nächsten Wochen gleich in drei ORF-Filmen zu sehen: Am 26. Oktober im Melodram "Am anderen Ende der Brücke", am 21. November in der "Trautmann"-Folge "Schwergewicht" und am 24. November in der Schwarzenberger-Premiere "Meine schöne Tochter".

Besessen "Die Macht der Gewohnheit" - Thomas Bernhards bittere Komödie erstmals in Wien:

Die bittere Komödie "Die Macht der Gewohnheit" ist wohl das einzige noch nie in Wien aufgeführte Thomas-Bernhard-Stück. 30 Jahre nach der Salzburger Uraufführung inszeniert nun Philip Tiedemann diese vielschichtige Parabel am Burgtheater. Ignaz Kirchner - ein ausgewiesener Thomas-Bernhard-Spezialist - spielt die Hauptrolle des (Macht-)besessenen Zirkusdirektors; Premiere ist am 29. Oktober. "Treffpunkt Kultur" stellt die Neuinszenierung vor.

Mozart in der Mongolei: Paul Flieder inszeniert "Don Giovanni" in Ulan Bator:

In Ulan Bato, der Hauptstadt der Mongolei, stellt sich Paul Flieder der vielleicht größten Herausforderung seines Lebens. Er inszeniert am dortigen Opernhaus Mozarts "Don Giovanni" - mit österreichischem Know-how und mongolischen Sängern. Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer berief ihn zu dieser Aufgabe, nachdem Flieder schon in Albaniens Hauptstadt Geschick mit exotischen Spielstätten bewiesen hatte. In Ulan Bator fand Paul Flieder ein desolates Opernhaus vor, der einzige Klavierstimmer der Mongolei verstarb während der Probenarbeiten und den Beleuchtungscomputer hatte noch nie jemand in Betrieb genommen. Mittlerweile sieht der Regisseur der Premiere am 22. Oktober mit Zuversicht entgegen. "Treffpunkt Kultur" berichtet vom mongolischen Mozart-Projekt und dem Kulturleben Ulan Bators.

Hollywood und die Politik - Susan Sarandon und ihr Engagement gegen George W. Bush

Gleich in zwei Filmen kommt in den nächsten Wochen der amerikanische Filmstar Susan Sarandon in unsere Kinos. in "Shall We Dance" ("Darf ich bitten") spielt sie die Ehefrau von Richard Gere, der seine Midlife-Crisis im Film mit einem Tanzkurs bekämpft. In "Alfie", dem Remake des gleichnamigen Films mit Michael Caine, spielt sie an der Seite von Jude Law eine erotische 50-Jährige, die sich auf Affären mit jüngeren Männern spezialisiert hat. Seit ihrem Durchbruch in der "Rocky Horror Picture Show" und Filmen wie "Die Hexen von Eastwick" (mit Jack Nicholson), "Der Klient" (mit Tommy Lee Jones) und "Dead Man Walking" (für die Rolle hat sie den Oscar erhalten) zählt Susan Sarandon zu den meistbeschäftigten Schauspielerinnen Hollywoods. Trotz Vielbeschäftigung findet sie auch als Mutter und Lebenspartnerin von Tim Robbins Zeit für politische Aktionen. Zurzeit engagiert sie sich gegen die Wiederwahl von George W. Bush und steht, gemeinsam mit Tim Robbins, Dustin Hoffman etc., an der Spitze zahlreicher Demonstrationen. Im Exklusivinterview bei "Treffpunkt Kultur" erzählt sie über ihr politisches Engagement, über Morddrohungen, die sie von Bush-Anhängern bekommen hat, und von den Schwierigkeiten, die man als politisch engagierte Schauspielerin in Hollywood hat.

Abgehoben: Flug-Kunst - Designschau im Vitra Museum und Besuch am Terminal 5

"Flughäfen und Flugzeuge haben für meinen Geschmack das beste Essen, die besten Toiletten, die beste Unterhaltung, die besten Läden, die besten Grafiken - einfach von allem das Beste!" Andy Warhol hasste das Fliegen, aber für das Ambiente rundum konnte er sich restlos begeistern. Die Euphorie entstammte wohl jener Epoche, als Flughäfen noch elegante Schleusen in eine andere Sphäre waren und dem Passagier zur Unterhaltung der Blick aus dem Fenster reichte. "Airworld" heißt die Ausstellung des Vitra Design Museums in Weil am Rhein, in der die Geschichte des Luft-Reisens aus designhistorischer Perspektive beleuchtet wird. "Treffpunkt Kultur" spürt der Alltagskunst rund ums Fliegen nach und macht einen Abstecher zur wohl schönsten Flughalle der Welt: Dem Terminal 5 am New Yorker JFK-Airport drohte nach der Bruchlandung der Betreibergesellschaft TWA zwischenzeitlich schon der Abbruch. Einer ehrgeizigen jungen Kuratorin gelang es, dieses architektonische Aushängeschild mit neuem Leben und mit Kunst zu füllen.

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