Landwirtschaftsminister Pröll stellt Sonderinvestitionsprogramm Tierschutz vor

Auch Handel und Konsumenten sind gefordert

Wien (OTS) - Das Bundestierschutzgesetz tritt mit 1. Jänner 2005
in Kraft. Während die europaweit das Käfigverbot bei der Legehennenhaltung ab 2012 gilt, hat der Nationalrat in einer Vierparteieneinigung für Österreich ein vorzeitiges Käfigverbot mit 31.12. 2008 beschlossen. Um den betroffenen heimischen Betrieben den Umstieg auf Alternativhaltung rechtzeitig zu ermöglichen, hat Landwirtschaftsminister Josef Pröll heute im Landwirtschaftsausschuss die Eckpunkte eines Sonderinvestitionsprogramms im Legehennebereich vorgestellt: in den nächsten Jahren sollen bis zu 16 Mio. Euro für den Umstieg in artgerechte Haltung investiert werden. Pröll: "Wir stellen damit die Weichen zum weiteren Ausbau artgerechter Haltung in Österreich. Aber diese Investitionen können sich nur dann lohnen, wenn auch Handel und Konsumenten das heimische Angebot aus artgerechter Produktion aufgreifen und nicht auf Importware mit niedrigeren Produktionsstandards zurückgreifen."****

Mit einem Zuschuss von 20 % der Investitionskosten soll Landwirten bei Umstellung von Käfighaltung in alternative Haltungssysteme, d.h. Boden- oder Freilandhaltung, unter die Arme gegriffen werden. Landwirtschaftsminister Pröll wird gemeinsam mit den Ländern die dazu notwendigen Finanzmittel von bis zu 16 Mio. - in den nächsten Jahren zur Verfügung stellen. Das Sonderinvestitionsprogramm soll den betroffenen Betrieben jedenfalls ab 1. März 2005, d.h. bereits 3 Monate nach Inkrafttreten des Bundestierschutzgesetzes zur Verfügung stehen. Dies teilt das Lebensministerium mit.

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