VSStÖ Salzburg: Kritik an überteuertem Semesterticket für Studierende

Busticket um 48 Prozent verteuert, Leistungen sind gleich geblieben.

Wien (OTS) - Seit Anfang September werden in Salzburg stärkere Kontrollen in den öffentlichen Verkehrslinien durchgeführt. Mit diesen Kontrollen geht eine Preiserhöhung von rund 48 Prozent für ein Semesterticket einher. Die Salzburg AG erhofft sich dadurch größere Einnahmen und hat den Zuschuss für das Semesterticket für Studierende gekürzt.

Der VSStÖ Salzburg kritisiert die neue Preisgestaltung für das Stadtbus-Semesterticket. Die Preise wurden im Vergleich zum letzten Semester von 63 Euro auf 93 Euro erhöht - ohne dass sich jedoch die Leistungen verändert hätten. "Dies entspricht einer Preissteigerung von sage und schreibe 48 Prozent. Aufrundungen durch die Euro-Umstellung sind wir bereits gewohnt, aber in diesem Fall wurde anscheinend jeglicher Realitätssinn für Preise abgelegt", so Christoph Eder vom VSStÖ.

Die Studierenden werden am Anfang eines Studienjahres mit völlig überhöhten Ausgaben belastet, neben dem Semesterticket sind auch noch Beträge wie Studiengebühren, Kautionserläge für Studierendenheime etc. zu bezahlen. Viele Studierende müssen sich so bereits zu Beginn des Semesters stark verschulden.

Ein weiterer Kritikpunkt bleibt unverändert: Für den Erhalt des Semestertickets muss Familienbeihilfe bezogen werden können. Damit fallen alle Studierenden aus den EU-Nachbarstaaten durch den Rost. Christoph Eder dazu: "Wir haben hier viele Erasmus-Studierende, von den Kolleginnen und Kollegen aus Südtirol und Bayern ganz zu schweigen. Diese Studierenden bekommen nicht einmal das überteuerte Semesterticket, sondern müssen ein normales Jahresticket um 390 Euro beziehen."

Verärgert hat vor allem die späte Bekanntgabe der neuen Preise, die erst mit Ende September erfolgt sei: "In der Erstsemestrigenberatung konnte noch keine Auskunft über die neuen Preise der Salzburg AG erteilt werden.", schließt Eder.

Im Oktober wurden dann auf Anfrage an die Salzburg AG Verhandlungen in Aussicht gestellt. Diese seien aber für diejenigen, die das Ticket bereits gekauft haben, nur ein schwacher Trost.

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